TSC... die "DSC 95er"

TSC Eintracht Fußball

DSC 95

▶ 100 Jahre in Dortmund am Ball... die "95er" Die Festzeitschrift als PDF-Dokument

TSC... die "DSC 95er"


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Titelseite von 100 Jahre in Dortmund am Ball... die DSC 95er



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Festzeitschrift
100 Jahre Fußballsport
im
Turn- u. Sport Club Eintracht Dortmund
von 1848/95

 

Herausgeber: TSC Eintracht Dortmund 1848/95
Fußballabteilung
Redaktion: Helmut Büser, Rolf Dennemark,
Sascha Lewandowski und Dieter Schwertfeger
Druck: Sichelschmidt & Co GmbH
Dortmund


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Dortmunder Zeitung vom 05.07.1895



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Wappen der Stadt Dortmund

DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT DORTMUND

 

Grußwort

im Mai 1995

G¨nther Samtlebe

Vor 100 Jahren erfasste die Fußballwelle, die von England ins Ruhrgebiet rollte, auch die Dortmunder Bevölkerung. Schon 1899 hieß es in der Dortmunder Zeitung: "Zu den schönsten und erfrischendsten dieser Art Spiele gehört unzweifelhaft das Fußballspiel, und ist seine Pflege daher eine wohlberechtigte."

Der Dortmunder Fußball-Club, der heute zum TSC Eintracht 1848/95 Dortmund gehört, hat an dieser Einschätzung als Verein der ersten Stunde einen großen Anteil. Zum Jubiläum gratuliere ich allen Vereinsmitgliedern sehr herzlich.

Dem Pionier folgten viele weitere Vereine, und heute zieht sich die Begeisterung für "König Fußball" in unserer Stadt durch alle Altersstufen und Bevölkerungsschichten. Da wundert es kaum, dass Fußball inzwischen zur mitgliederstärksten Sportart in Dortmund geworden ist, die viele Familien am Samstag oder Sonntag zum Fußballfeld hinauszieht - zu einer Art Familienausflug.

Ich bin sicher, dass der TSC Eintracht in seiner "Vereinsfamilie" auch in Zukunft das Fußballspiel pflegen und den Ball rollen lassen wird. Dazu wünsche ich allen Mitgliedern weiterhin viel Freude am Spiel mit dem runden Leder und viele Siege, die sich so wie in einem Spielbericht von 1900 darstellen können:

"Zunächst blieb das Spiel während der ersten halben Stunde völlig unentschieden, bis es endlich dem geschlossenen Vorgehen der Dortmunder Stürmerkette gelang, den Ball durch das feindliche Tor zu senden. Dieses wiederholte sich dann vor Ablauf der ersten Spielzeit noch ein zweites und drittes Mal."

 

Günter Samtlebe



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"100 Jahre Arbeit im Gewande der Freude"

Unter dieser Überschrift erschien die Festzeitschrift zum 100-jährigen Bestehen des TuS Eintracht von 1848. Nun blicken wir heute auf 100 Jahre Fußball in Dortmund zurück. Auch diese Zeit war mit viel Arbeit behaftet, begleitet von Höhen und Tiefen. Der Einsatz aller Beteiligten wurde jedoch durch viel Freude an der Sache entschädigt. An dieser Stelle ist ein besonderer Dank an all diejenigen gerichtet, die mit aufopferungsvollem Engagement die Ausübung des Sportes überhaupt ermöglichen. Sie können mit Recht stolz auf ihre Arbeit sein.

Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Es wird immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden. Wir sollten jedoch zuversichtlich nach vorne schauen, um der Jugend in unserer Eintracht das zu erhalten, was unvergänglich bleibt, die Freude am Spiel.

100 Jahre Fußball in Dortmund, im ältesten und zugleich größten Sportverein der Region - das sind Superlative, die zusammenpassen. Der Fußballsport wird auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehens in unserer Solidargemeinschaft einen angemessenen Stellenwert haben.

Turn- u. Sport-Club Eintracht von 1848/95
Korporation zu Dortmund

 

 

 

Michael Krause
Vorsitzender des Präsidiums

Bodo Bollmann
Vorsitzender des Vorstandes



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Der erste Dortmunder Fußballverein

Die Geschichte des Dortmunder Sport-Club von 1895

Wer sich mit den Anfängen des Fußballsports in Dortmund beschäftigt, kommt an den 95ern nicht vorbei. Es soll im Jahre 1890 gewesen sein (Dortmund hatte damals 93.000 Einwohner), als zum ersten Mal bei den jeden Mittwochnachmittag im Sommer stattfindenden Turnspielen auf dem Schulhof des Realgymnasiums an der Luisenstraße (später Bismarck-Realgymnasium benannt, dessen Tradition heute vom Max-Planck-Gymnasium fortgesetzt wird) das Fußballspiel in Dortmund ausgeübt wurde.

Es war selbstverständlich nicht das, was wir uns heute darunter vorstellen. Es gab keine Regeln und noch keine Taktik; es war nichts anderes als ein "Klüten". Als Kampfspiel aber fand es seine Anhänger unter den Schülern, wenn es auch nur wenige waren.


Tertianer kickten auf dem Schulhof


Vom Schulhof musste es aber verschwinden, denn Fußball fand nicht die Duldung der Lehrer. Sie waren dem "Deutschen Turnen" verhaftet und hielten, wie auch die meisten Eltern, nichts von dem neumodischen "englischen" Spiel. Das ging soweit, dass die Schüler noch über die Jahrhundertwende hinaus gezwungen waren, unter fingierten Namen zu spielen, um der Bestrafung durch die Schule und durch die Väter zu entgehen.

So musste z. B. der Schüler Julius Kaessmann, der sich nach seinem Studium als Rechtsanwalt niederließ und sich in Dortmund und weit darüber hinaus als Strafverteidiger einen großen Namen machte - er war der Onkel des verstorbenen Dr. Otto Kaesmann - unter dem Pseudonym Caesar die Wettkämpfe im Fußball und in der von den Fußballern betriebenen Leichtathletik austragen.

Wie verpönt der Fußballsport damals war, macht am besten deutlich, dass er Schriften hinnehmen musste, worin u. a. wie folgt zu lesen stand:

"(Planck 1898)... Wollen wir unsere Missachtung und Verachtung Ausdruck verleihen, dann stoßen wir das Ding, was wir gering schätzen, mit dem Fuß beiseite. Wir geben dem bissigen Köter einen Tritt mit dem Fuß. Dieses Hundetritts halber, der beim Fußballspiel eine so große Rolle spielt, dann aber wegen der vorgebeugten erbärmlichen Haltung, in welcher die Spieler dem Ball entgegen- und nacheilen, verabscheue ich das Fußballspiel..."

Solche von einem damals ernsthaften Jugenderzieher entwickelte Charakterisierung des Fußballspiels entsprach unzweifelhaft der allgemeinen Auffassung um die Jahrhundertwende. Und in diese Zeit fiel der Geburtstag des DSC 95!

Nichtachtend der Anfeindungen, trotz aller Strafen, die ihnen, den heimlich Fußballbesessenen, seitens der Lehrer und der Väter drohten, schlossen sich am 10. Mai 1895 sechzehn junge Männer, vorwiegend ehemalige Schüler des Realgymnasiums, die in oder nach ihrer Schulzeit heimlich auf irgendeiner Weide außerhalb der Wälle wieder "geklütet" hatten, zum ersten Dortmunder Fußball-Club (DFC) zusammen. Am 5. Juli war zum ersten Mal in der örtlichen Presse von der Existenz dieses Fußballclubs zu lesen.



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In den Gründungsjahren schon "Lokalderbys" gegen Schalke

Erste Fußball-Wettspiele auf westfälischem Boden

Noch im Gründungsjahr konnte das erste Wettspiel ausgetragen werden, und zwar gegen eine heimlich spielende Mannschaft des Realgymnasiums. Es wurde 1:0 gewonnen. Das Jahr 1896 brachte sogar schon drei Wettspiele, davon zwei gegen den Verein Spiel- u. Sport Schalke 1896 und eines gegen den Fußballclub Solingen.

Das nachweislich erste Fußball-Wettspiel auf westfälischem Boden hat im Mai 1896 in Schalke zwischen dem FC Dortmund und dem dort ansässigen SuS 96 stattgefunden.


Fußballschuhe waren Luxus


Über dieses Spiel ist in der Festschrift" 25 Jahre DFB" folgendes zu lesen:

Einige Spieler - welch ein unerhörter Luxus! - trugen gar schon Fußballstiefel! Im Anschluss an dieses für den westfälischen Fußballsport bemerkenswerte Ereignis wurde eine Aufnahme gemacht, welche die Primitivität, aber auch die bescheidenen Ansprüche recht augenfällig charakterisiert.

Ein großer Teil der heutigen Sportler wünscht sicherlich zu wissen, wie unsere Vorgänger gekleidet waren. In einem Wort kann man das ausdrücken "grotesk"! Die "alten Schalker" trugen als Sportkleidung ein weißes Hemd mit einer von der rechten Schulter zur linken Hüfte reichenden Schärpe. Unten herum sahen sie, mit Ausnahme derjenigen, die sich schon zu Fußballschuhen verstiegen hatten, recht "zivilistisch" aus. Den Hut ließ man nicht gerne vom Kopfe, und so ist es erklärlich, dass die zur Rede stehende Aufnahme einige Spieler mit den der damaligen Mode entsprechenden Hüten zeigt.

Die Dortmunder waren schon weiter! Als besondere "Kanonen" brachten sie einige Ausländer ins Feld, die ihnen bereits die Grundbegriffe des Fußballs beigebracht hatten. Selbstverständlich bezogen die Schalker Neulinge eine - wie man heute sagt - Riesenpackung!

Über das Spiel in Solingen erscheint erstmalig ein Bericht in einer Dortmunder Zeitung (Dortmunder Anzeiger vom 22.10.1896), der etwa 50 Zeilen umfaßt. Hier einige Passagen:

"Außer der bestimmten Mannschaft der beiden Clubs und vielen Mitgliedern waren viele Männlein und Weiblein trotz des strömenden Regens eigens aus Solingen und Umgebung gekommen, um dem so herrlichen und interessanten Fußballspiel zuschauen zu können."


Die Gegner sind "Feinde"


Die auf dem Spielplatz erschienenen Dortmunder erwarben sich durch ihr schmuckes Aussehen und gutes Spielen gleich die Sympathien des Publikums... Manchem unserer Blauweißen mag das Herz in der Brust geklopft haben, als er sich dem Feinde gegenüberstellen mußte, aber nach dem Wahlspruch "Frisch gewagt ist halb gewonnen" zog man mutig in den Kampf.

Fortuna aber schien dem SFV nicht hold sein zu wollen, denn kurz vor der Pause wollte ein unglücklicher Zufall, daß ein Dortmunder Spieler den Ball durch das eigene Tor stieß. Durch diesen Verlust ermutigt, legten sich unsere blau weißen Jungs in der zweiten Spielhälfte mit aller Macht ins Zeug, und es gelang ihnen auch im heißen Ringen, dank des wirklich guten Zusammenspiels, den Ball zweimal durch das feindliche Tor zu treiben und so als Sieger aus dem Kampfe hervorzugehen."



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Geringe Zuschauerresonanz im Rückspiel gegen Schalke

Dortmund schlägt Schalke 5:1

Das Rückspiel gegen den Schalker Fußball-Club fand, wie die nachstehende Annonce zeigt, am 29. November 1896 in Dortmund statt.

Fußballwettspiel

Einen Tag zuvor erschien unter der Rubrik "Vereins-Nachrichten" in der Dortmunder Zeitung eine Fußball-Vorschau auf das Spiel gegen Schalke mit folgendem Text:

Fußballmatch: Wie wir aus der in der heutigen Nummer befindlichen Annonce des "D. F. C. " ersehen, steht derselbe bei trockenem Wetter am Sonntag auf dem "Schützenhofe" in einem Wettspiel dem "Schalker Fußball-Club" gegenüber.

Diese Spiel verspricht ein äußerst interessantes zu werden und wir hoffen über dasselbe für unsere Dortmunder ebenso günstig berichten zu können, wie wir es im Oktober über den Solinger Kampf konnten, aus dem die jugendliche Schar des D.F.C. mit Ruhm bedeckt als Sieger hervorging. Wir wünschen dem D. F. C viel Glück. Auf am Sonntag zum "Schützenhof".

Über dieses Spiel stand in der Sonntagsausgabe der Dortmunder Zeitung am 06.12.1896 folgender Bericht:

Fußball: Am Sonntag, dem 29. November, standen sich auf dem Schützenhofe in einem Fußballwettspiele der Dortmunder F. C. und der Schalker F. C. gegenüber. Das Spiel gestaltete sich, wie auch zu erwarten war, zu einem äußerst interessanten. Es begann um 3 Uhr.

Von beiden Seiten wurde recht wacker, trotz des schlechten, unebenen Bodens, gespielt und gelang es den Dortmundern, vor der Pause nur einmal den Ball durch das Heiligtum der Schalker zu treten. Nach der Pause gelang es ihnen, trotz heftiger Gegenwehr der Schalker, das Leder noch viermal durch das feindliche Thor zu treten, während es die Feinde nur einmal vermochten, so daß am Schlusse des Spiels der D. F. C. dank seiner guten Leistungen, als Sieger mit 5 : 1 aus dem friedlichen Kampfe hervorgehen konnte.

Es waren nicht viele Zuschauer erschienen, da das bisschen Kälte wohl die meisten abgehalten hatte, ihre wertvollen Nasen dem Winde auszusetzen und lieber hinter dem Ofen zu wärmen.

Alle Erschienenen bekundeten einstimmig, voll und ganz befriedigt zu sein von den schmucken Spielern. Wir wollen hoffen, daß unsern Mitbürgern allmählich das Interesse für ihre Gesundheit und für den die Gesundheit erhaltenden Sport wach wird, wir können denselben immer nur zurufen:

"Auf in die herrliche, freie Gottesnatur!"
Auf ein fröhliches Wiedersehn im Januar in Schalke.



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Krach und Stagnation beim D. F. C

Walter Sanß begeistert die "Übriggebliebenen"

Nach den erfreulichen Anfängen brachte das Jahr 1897 den ersten Krach im Verein. Die daraus resultierende Stagnation dauerte bis 1899, als ein Karl Lüdecke aus Berlin nach Dortmund kam, um hier an der höheren Maschinenbauschule seine Ausbildung zu vollenden.

Wie der Zufall es so wollte, fand er ein möbliertes Zimmer bei der Familie Sanß. Durch den Kontakt mit Walter Sanß, der sich bis dahin gar nicht dem Fußballsport, sondern dem Radsport verschrieben hatte und Zeitlebens den Spitznamen "Flieger" (wegen seiner Sprinterfolge sowohl auf der Zement- als auch auf der Aschenbahn) nicht verlor, kam er mit den vom D. F. C. Übriggebliebenen zusammen.


"Flieger" Sanß nimmt den Spielbetrieb wieder auf


Er konnte sie erneut begeistern, und mit insgesamt elf Mann nahm man den Spielbetrieb wieder auf.

Schon 1895 hatten sich in Deutschland einige Fußballvereine aufgetan, und weitere wurden noch vor der Jahrhundertwende gegründet. Es gab auch einige Regionalverbände für den Fußballsport, allerdings noch keinen in Westfalen. So schloß sich das kleine Häuflein des Dortmunder F. C. am 10. November 1899 dem damaligen Rheinischen Spielverband an.

Daß außerhalb Dortmunds der Fußballsport schon weitergekommen war, geht aus einem Brief hervor, den Walter Lüdecke im Jahre 1955 dem Dortmunder Sport Club zu seinem 60-jährigen Vereinsjubiläum schrieb und alte Erinnerungen wach werden ließ:

" ... Ich weilte als junger Fußballspieler des Berliner Fe Preußen zum Studium in Dortmund auf der damaligen höheren Königlichen Maschinenbauschule und wohnte bei der Familie Sanß. Während des Studiums wollte ich eigentlich meine Fußballschuhe ruhen lassen. Es gelang mir nicht.

Beim Zuschauen eines Spiels des damaligen Essener Sportvereins war es vorbei, und ich bat die Essener (I), beim nächsten Spiel einmal mittun zu dürfen. Da ich etwas von der Sache verstand, wurde ich nun sonntäglich nicht nur von den Essenern (es hatte sich schnell in Westfalen herumgesprochen), sondern von mehreren Vereinen beansprucht.

Ich erfuhr von Walter Sanß, daß in Dortmund auch mal ein Fußballklub bestanden habe, der aus Mangel an Interesse auseinandergefallen sei. Ich konnte Walter Sanß beeinflussen, mit mir zusammen diesen Klub wieder aufleben zu lassen.

Im Lokal der Witwe Wenker, Wißstr. 34a, trommelten wir die ehemaligen Mitglieder zusammen und begannen wieder mit dem Spiel. Sanß selbst hatte bisher nicht Fußball gespielt, entpuppte sich aber, da er in Dortmund sehr bekannt war, als ausgezeichneter "Organisator", während ich mich hauptsächlich den Spielern als "Trainer" widmete.


 Sportplatz "Funkenburg" 


Sanß brachte es fertig, daß wir als Spielplatz die "Funkenburg" erhielten, ein mit scheußlichen Grashubbeln bewachsenes Feld. Das war immerhin besser als gar kein Platz. Den Vorsitz führte "Flieger" Sanß, später, wenn ich nicht irre, der kürzlich verstorbene Albert Könitzer.



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Flachpaß und Kombinationsspiel werden eingeführt

Der Deutsche Fußballverband wird 1900 in Leipzig gegründet

Solange ich in Dortmund weilte, habe ich stets gerne für den Club gespielt und ihm so manches Spiel gewinnen helfen. Wir gewannen gegen die Maschinenbauschule Hagen, gegen den Spiel- u. Sportclub Schalke sogarsehrhoch, gegenden DuisburgerFußballclub 3:0 und 5:0, gegen den Essener Sportverein unentschieden 1:1. In Köln, auf der Mülheimer Heide, mußte ich für Essen und Dortmund spielen.

Auf Grund meiner Freundschaft mit Gottfried Hinze, dem späteren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden des Deutschen Fußball-Bundes, habe ich mich auch für seinen Verein, den Duisburger Spielverein - damals war das Spielen für mehrere Vereine nicht unüblich betätigt. Mit ihm zusammen haben wir erst mal Flachpaß und richtiges Kombinationsspiel eingeführt.

Im Oktober 1900, nach bestandenem Examen, habe ich Dortmund und den Club verlassen müssen, nahm ungern Abschied von meinen Kameraden und dem herrlichen Dortmunder Bier ...!"


Turner lehnen Fußball ab


Obwohl die Turner den Fußball für sich zunächst noch ablehnten, bestanden doch Vereinsbeziehungen zum D. F. C. Eine engere Bindung hatte man zum Turnklub, der 1922 mit in der heutigen "Dortmunder Turngemeinde von 1873" aufging. Vom Turnklub, der damals schon den regelmäßigen Spielbetrieb im Freien aufgenommen hatte, übernahm man das Schlagball- u. Faustballspiel. Ein schöner Erfolg für die Idee des Spielbetriebes im Freien war das am 2. September 1900 auf der Wiese an der "Hobertsburg" stattgefundene erste gemeinsame Sportfest. Alle Spiele wurden dort vorgeführt. Die Veranstaltung half, das Interesse für Spiele an derfreien Luft zu wecken.

Anmerkung: Die Hobertsburg lag am Ende der Schützen straße zu Beginn des Fredenbaumer Waldes.

Wie bereits erwähnt, gab es schon vor 1900 einige regionale Fußballverbände; aber erst in diesem Jahr wurde der Deutsche Fußballverband in Leipzig von Vertretern aus 86 Vereinen ins Leben gerufen.


Meisterschaftsspiele werden eingeführt


Ab 1902 wurden Meisterschaftsspiele eingeführt, damit der notwendige Schwung in den Spielbetrieb kam. Leider konnte der Chronist nichts darüber auffinden, wer gegen wen mit welchem Ergebnis gespielt hat. Hemmend wirkte sich zu dieser Zeit das Fehlen eines geeigneten Spielfeldes aus.

Es wurden erhebliche Anstrengungen und Aufwendungen zur entsprechenden Herrichtung des Platzes an der Hobertsburg gemacht. Am 31. Januar 1904 wurde der Platz neu eingeweiht. Damit begann die erste Auslandsbeziehung des Vereins: Es wurde als Spielgegnerder FC Twente aus Enschede verpflichtet und mit einer Niederlage nach Hause geschickt. In diesem Jahr wurde auch mit dem Ballspielverein 04 ein weiterer Fußballverein in Dortmund gegründet, der ein starker Konkurrent für den D. F. C. wurde.



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Walter Sanß wird Geschäftsführer des DFB

Der D.F.C. leistet Pionierarbeit - Eigene Platzanlage

Im Jahr zuvor war im "Evangelischen Verein junger Männer des westlichen Stadtbezirks" eine Fußballabteilung aufgemacht worden, aus der dann der VfB entstand, der das Gründungsjahr 1897 des Jünglingsvereins übernahm. Er ist einer der beiden Traditionsvereine des früheren "VfB Alemannia von 1897" (heute: SC Dortmund 97/08).


DFB-Bundestag wählt Walter Sanß


1905 feierte der D.F.C. sein 1 O-jähriges Bestehen unter Beteiligung zahlreicher Vereine. In diesem Jahr wurde der Rheinisch-Westfälische Spielverband gegründet und löste damit den Rheinischen Spielverband ab. Er wurde in Bezirke eingeteilt. Der Bezirk, zu dem Dortmund gehörte, bekam als Geschäftsführer das DFC-Mitglied Moritz Wilkens. Der Verband trat dem Deutschen Fußballverband bei, der 1905 seinen Bundestag in Köln abhielt.

Auf diesem Bundestag wurde Walter Sanß zum Bundesgeschäftsführer gewählt. Diese Stellung entsprach damals der des heutigen Generalsekretärs des DFB. Die Berufung dieser beiden fachkundigen Funktionäre in die Führungsgremien der Fußballverbände erfüllte den Verein mit Stolz im Jubiläumsjahr.

Bis zum ersten Weltkrieg tat sich viel in Dortmund auf Grund der Pionierarbeit des D.F.C. Der VfB 97 und der BV 04 wurden bereits erwähnt. Weitere Gründungen von Fußball- u. Sportvereinen folgten in schneller Folge, wie die Gründungszahlen ab 1905 hinter dem Namen vieler Dortmunder Vereine zeigen. Darunter befindet sich auch der BV Borussia 09.

Obwohl der Platz an der Hobertsburg 1904 neu hergerichtet worden war, war sein Zustand doch nicht ideal. Mehrere Wochen im Jahr war der Platz durch Kirmesveranstaltungen blockiert und eine Ausstellung für Sanitäts- u. Rettungswesen benutzte lange Zeit den Platz und verurteilte den Verein zur Untätigkeit. Vielleicht auch dadurch bedingt, splitterte sich eine kleine Gruppe Fußballer ab und gründeten den Fußballverein Viktoria 06, dessen Existenz aber nur kurzfristig war. Den Namen übernahm später der 1908 gegründete Östliche Spielverein.

Trotz der unzureichenden Platzverhältnisse brachten die Jahre 1906 und 1907 schöne Erfolge für die Fußballer. Es trat sogar erstmalig eine "Alte-Herren-Mannschaft" auf den Plan. Ferner gelang auch die seit Jahren angestrebte Bildung einer Jugendmannschaft.


Eigene Sportplatzanlage


1908 war endlich die eigene Platzanlage da, und zwar an der oberen Hohen Straße (jetzt Ardeystr.) hinter dem Lokal Füssmann, dem späteren Parkrestaurant Flora. Der Platz begann etwa 100 m westlich der Flora-Tennisplätze in Ost-West-Richtung.

Die Platzeinweihung fand am 24. Mai 1908 statt. Die Fußballer spielten gegen den Enscheder Football-Club und den Sportverein Wilhelmshaven, leider mit geringem Erfolg. Dieser neue Sportplatz, der Initiative des Vereins zu verdanken, machte sich "bezahlt". Das drückte sich einmal in der Spielstärke der 1. Mannschaft aus. Gegner aus Frankreich, England und Holland, aus Berlin, Leipzig, Köln und Düsseldort waren in Dortmund zu Gast. Umgekehrt spielten die DFCer in Brüssel, Verviers und verschiedenen Städten Hollands und Deutschlands.



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Übersichtskarte der Stadt Dortmund aus dem Jahre 1920

Bestand 200/05, Ifd. - Nr. 6/4 - Stadtarchiv Dortmund

Übersichtskarte der Stadt Dortmund aus dem Jahre 1920



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Der erste Weltkrieg unterbricht das Vereinsleben

Fusion mit dem Ballspielverein 04

Unter den Neugründungen von Fußballvereinen in der Zeit zwischen 1904 und 1910 war auch die Gründung des FC Union. Dieser Verein löste sich 1910 wieder auf und schloß sich dem DFC an, was eine wesentliche Verbesserung der Spielstärke bedeutete. Mit nur einem Verlustpunkt Unterschied mußte man Gelsenkirchen 07 den Bezirksmeistertitellassen.

Zum Ende des Jahre 1910 lag die Mitgliederzahl bei 230 und zum 1.1.1911 erschien die erste Monatszeitschrift.

Durch diese Erfolge - bedingt durch die eigene Platzanlage - war der Stadtverwaltung klar geworden, daß Sportplätze eine zwingende Notwendigkeit sind. So wurde hinter dem West holz eine neue Anlage geschaffen, die nach dem Mann benannt wurde, der die Grundstücke der Stadt für diesen Zweck geschenkt hatte: Der Mende-Spielplatz.

Am 13. Juli 1913 vereinigten sich der DFC 95 und der Ballspielverein 04. Von diesem Tage an verschwindet der Name DFC. Die Vereinigung nannte sich nun Dortmunder Sportvereinigung von 1895. Das Amt des ersten Vorsitzenden übernahm Rechtsanwalt Hilger. Das war das letzte markante Ereignis vor dem ersten Weltkrieg.

Nach dem Krieg ging es in vollem Tempo vorwärts. Im Jahre 1919 wird der Vereinsname durch Mitgliederbeschluß geändert in "Dortmunder Sport-Club von 1895".

Das erste große Sportereignis fand Pfingsten 1919 statt. Der VfR Mannheim, damals eine der bekanntesten Mannschaften in Deutschland, wurde 3 : 2 geschlagen. Im Mai 1920, dem Jahr des silbernem Vereinsjubiläums, veranstaltete der DSC eine großzügig angelegte Werbewoche auf dem Mendesportplatz. Umrahmt von leichtathletischen Wettkämpfen fanden die Fußballspiele gegen Werder Bremen (1 : 2) und gegen Vitesse Arnheim (4 : 2 ) statt.

Noch im selben Jahr, am 1. August, war Altona 93 zu Gast; in dieser Mannschaft spielte der unvergeßliche Adolt Jäger als Mittelstürmer. Nach einem dramatischen Kampf gewann Altona 5:4. Diese sportliche Delikatesse ließen sich über 8.000 Zuschauer nicht entgehen.


Ruhrgaumeister 1921


Für das Spieljahr 1920/21 wurde ein Ruhrgau aus den drei Kreisen Hellweg, Emscher und Niederrhein gebildet. Der DSC wurde als Meister des Hellwegkreises bei den anschließenden Spielen auch Ruhrgaumeister und nahm damit an den Spielen um die westdeutsche Meisterschaft teil. Zur Vorbereitung auf diese Runde verpflichtete man die 1. Mannschaft von München 1860.

Am 25. März fand das Spiel auch wieder auf dem Mendespielplatz statt. 9.000 Zuschauer umsäumten den Platz und sahen einen 3:1 Sieg der Münchener.

In den Spielen um die westdeutsche Meisterschaft wurde der Westfalenmeister Preußen Münster mit 4:2 besiegt, man verlor gegen den Kölner Ballspiel-Club 1:2, man spielte gegen den Duisburger Spielverein 2:2.



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Ruhrgaumeister "DSC 95"

Die Meistermannschaft

(Schiedsrichter dieses Spiels war Dr. Peco Bauwens - später DFB-Präsident) und erreichte mit dem 1:1 gegen den TuS Kassel den dritten Platz hinter dem Duisburger Spielverein und dem Kölner Ballspiel-Club. Die Spieler, die diese hervorragenden Leistungen in den Jahren 191921 erbracht haben, waren:

Karl Hermann (Tor); Karl Dickel, Fritz Twente (in der Verteidigung); Franz Bauer, Ewald Bauer, Ernst Isenberg, Franz Kaps (in der Läuferreihe); Karl Roeber, Erich Pauli, Heinz Reckersbrink, Otto Schilling, Hubert Dickel, Max Reetz, Walter Schumann (im Sturm); Fritz Schlink (sowohl als Läufer wie auch als Stürmer eingesetzt).

Ruhrgaumeister von 1921

Die Ruhrgaumeisterelf von 1921

(von links) K. Dickel, Pauli, Bauer, Schling, Hermann, Trainer Wedde, Retz, Twente, Reckersbrink, Schilling, H. Dickel u. Isenberg



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DSC verliert Sportanlage für den Bau der "Kampfbahn Rote Erde"

Erstes Hallenfußball-Spiel in der Westfalenhalle

Die Mehrzahl der Spieler aus der Ruhrgaumeisterelf von 1921 waren älteren Jahrganges. Die hauptberuflichen Trainer, die sich der DSC aufgrund seiner guten finanziellen Verhältnisse leisten konnte, forderten eine starke Verjüngung der Mannschaft. Die Folge war, daß sich eine Reihe der älteren ins "Privatleben" zurückzogen, so daß nur noch Karl Dickel, Fritz Twente und Fritz Schlink vom Stamm übrig blieben.

Zwar wurden in Freundschaftsspielen noch beachtliche Erfolge erzielt - so gegen Genua am 11.06.1922 mit 3 : 3 in Anwesenheit von 8.000 Zuschauern -, aber als die Meisterschaftsspiele mit ihren Härten begannen, ließ die Mannschaft, in der bis zu acht gerade aus der Jugend gekommene Spieler mitwirkten, erheblich nach. Am Ende des Spieljahres 1921/22 konnte der Abstieg noch vermieden werden. 1923 kam Zuwachs von außen, darunter der unermüdliche Franz Siebert. Der alte Kämpe Reckersbrink stellte sich wieder zur Verfügung, aber am wertvollsten war die Rückkehr des schußgewaltigen "Cessy" Pauli.

In den folgenden Jahren gab es zwar keinen Anstieg, aber ein Halten des Niveaus und das Verbleiben in der höchsten Spielklasse. Einige Fußballergebnisse aus dieser Zeit sollen noch erwähnt werden: Am 8. August 1925 war wiederum der VfR Mannheim in Dortmund zu Gast und gewann gegen eine kombinierte Mannschaft DSC 95 und BV Borussia 6:2.

Am 28. März 1926 veranstaltete der DSC in der gerade erbauten Westfalen halle das erste Dortmunder Hallensportfest. Die Handballmannschaft des DSC spielte gegen SC Hagen 05. An den Leichtathletikwettkämpfen beteiligten sich die Spitzenkräfte Houben, Dr. Pelzer und Schüller und der Schlußpunkt der Veranstaltung war ein Hallenfußball-Spiel gegen Hertha BSC, das der Gast mit 4:2 gewann.

Hallensportfest

Im September 1926 war noch einmal Hertha BSC zu Gast, nachdem dieser Verein gerade bei den Spielen um die eutsche Meisterschaft hervorragend abgeschnitten hatte und nur von der Spielvereinigung Fürth geschlagen worden war. Auch diesmal gewann Hertha nur mit 4:2.

In dieser Zeit war der DSC-Sportplatz westlich des Restaurants "Flora" ein Opfer des Baues der "Kampfbahn Rote Erde" geworden. Der Verein mußte auf andere Plätze ausweichen, insbesondere auf den Mendespielplatz, auf dem man wegen des größeren Fassungsvermögens schon vorher die bedeutenden Freundschaftsspiele ausgetragen hatte.

Die "Kampfbahn Rote Erde" wurde am 6. Juni 1926 eingeweiht. Von da an spielte der DSC auf dieser neuen Anlage. Dort fand auch das bereits erwähnte Spiel gegen Hertha BSC statt.



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Schalke holt die erste Meisterschaft

DSC fusioniert mit Sportfreunde 06

Da die Sportflächen im Bereich der Kampfbahn Rote Erde für die vielen Fußball- u. Handballmannschaften - damals wurde nur Feldhandball gespielt - nicht ausreichten, wurde 1927 noch der Platz innerhalb der Radrennbahn (heute Kunstrasenplatz des Max-Planck-Gymnasiums) hinzugepachtet und hergerichtet. Diese Anlage war durch Verschmelzung des dort beheimatet gewesenen VfB 97 mit Alemannia 05 zum VfB Alemannia 97 frei geworden.


Ein neuer Stern am Fußballhimmel


Ein aufleuchtender Stern erhellt den Fußballhimmel: Schalke 04 macht 1926/27 zum erstenmal die Meisterschaft in unserer Gruppe, und damit standen in den nächsten Jahre alle Vereine im Schatten dieses Namens. 1927 taucht der Gedanke zur Bildung einer Verbandsliga auf; die Spiele entwickeln sich damit zu reinen Existenzkämpfen.

Zwei Freundschaftsspiele in dieser Zeit sind zu erwähnen: Gegen eine englische Amateurmannschaft und gegen den 1. FC Nürnberg. Im letzteren Spiel wirkten in unserer Mannschaft als Gäste die Schalker-Spieler Kuzorra, Czepan und Huppertz mit; trotzdem gab es mit 1 : 6 eine deftige Schlappe.

1928 drohte zum erstenmal der Abstieg aus der ersten Fußballklasse. Ein Ausscheidungsspiel mit dem punktgleichen Verein Erle 08 wird fällig. Es wird in Bochum nach 21/2-stündigen Kampf mit 2: 1 gewonnen. Die Freude währte aber nicht lange. Der Plan zur Bildung einer Verbandsliga nimmt Anfang 1928 neue und endgültige Formen an. Die Bildung der neuen Spitze bedeutete in der Auswirkung den Abstieg der nicht aufsteigenden Vereine. Der DSC 95 zählte nicht zu den Glücklichen und mußte am Ende der Spielzeit 1928/29 nach 31-jähriger Zugehörigkeit Abschied von der höchsten Spielklasse nehmen. Das war der Anstoß zu einem sich über lange Jahre hinziehenden Krebsgang.

Vom Spieljahr 1929/30 ab nannte sich die 1. Spielklasse "Sonderklasse". Die 2. Spielklasse nannte sich 1. Bezirksklasse. Der BV Borussia spielte damals noch eine Klasse tiefer, in der 2. Bezirksklasse. In den Spielzeiten 1930 - 1933 spielte der DSC und der BV Borussia zusammen in der 1. Bezirksklasse.

Noch 1933 geht der DSC auf Betreiben des damaligen Kreissportbeauftragten eine Ehe mit dem "Ballspielclub Sportfreunde 06" ein. Dieser Verein gehörte im Spieljahr 1932/33 ebenfalls zur 1. Bezirksklasse. Zweck der Vereinigung war, den ramponierten Ruf des Dortmunder Fußballsportes wieder aufzubessern.


Zwangsehe mit Sportfreunde 06 hielt nicht lange


Die Vereinigung, die sich "Dortmunder Sportfreunde von 1895" nannte, wurde für das Spieljahr 1933/34 in die höchste Fußballklasse eingereiht, die jetzt nicht mehr Sonderklasse, sondern Gauliga hieß.

Die Mannschaft schlug sich zunächst nicht schlecht. Aus jener Zeit ist ein Spiel gegen den FC Schalke in Erinnerung. Auf schneebedecktem Rasen der Kampfbahn Rote Erde stand es zur Halbzeit 4:1 für Sportfreunde 95. Dann aber setzte sich die größere Routine durch und Schalke gewann schließlich noch durch ein Tor in letzter Minute mit 5:4.



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Die Unfehlbarkeit des "Führerprinzips"

Verband hielt Zusage nicht ein

Am Ende des 1. Spieljahres in der Gauliga mußte der Verein aber bereits wieder in die 1. Bezirksklasse absteigen und kam dort wieder mit den Dortmunder Vereinen BV Borussia, VfB Alemannia, Arminia Marten und dem BV Mengede zusammen.

Die inneren Gegensätze in der Vereinigung waren zu stark. Man ging bald wieder auseinander, so daß im Spieljahr 1935/36 die beiden Vereine DSC 95 und Sportfreunde 06 wieder getrennt erscheinen. Trotz einer nicht nur mündlichen, sondern auch schriftlich gegebenen Zusage, daß bei einem Scheitern der Vereinigung der Verband beide Vereine wieder in die Bezirksklasse einzureihen habe und dann beide Vereine für ein Jahr "Schonzeit" hätten, wurde vom Verband nur der 1. Teil der Zusage eingehalten, während man im Jahr darauf den DSC 95 absteigen ließ. So sah sich der DSC 95 im Spieljahr 1936/37 in die erste Kreisklasse versetzt, während Sportfreunde 06 in der Bezirksklasse verblieb.


BV Borussia schafft den Aufstieg


Mit Ablauf des Spieljahres 1935/36 ist dem BVB der Aufstieg in die Gauliga, der höchsten Spielklasse, gelungen. Der DSC hingegen kämpfte immer noch gegen die Entscheidung der Sportinstanz wegen nicht eingehaltener Zusagen. Dieser "Krieg" zog sich bis 1943 hin. Erst da gab der damalige Vorsitzende, Paul Kemper, der nach langer Pause wieder einmal das Ruder des Vereinsschiffes übernommen hatte, den Kampf gegen die "Unfehlbarkeit des Führerprinzips" verloren, da sich sein Kampf um Gerechtigkeit zwischenzeitlich auf die politische Bühne verlagerte und er nicht nur seine berufliche Existenz, sondern auch seine Freiheit bedroht sah. Der DSC kämpfte aber nicht nur gegen die Instanzen vergebens, sondern hatte auch Pech im sportlichen Wettkampf. Die Spieljahre 1937/38 und 1939/40 hatte man als Gruppensieger abgeschlossen; bei den jeweils folgenden Spielen zu Ermittlung von drei Aufsteigern wurde der DSC nur vierter.

Beim nächsten Anlauf sollte es gelingen, aber da brach im August 1939 der 2, Weltkrieg aus. Der größte Teil der Spieler mußte ins Feld, und durch Jugendliche, UK-Gestellte und Urlauber konnte der Spielbetrieb nur noch notdürftig aufrechterhalten werden. Als der totale Krieg nach 1943 einsetzte, fand auch eine totale Unterbrechung des Spielbetriebes statt.

Anerkannt bester Fußball



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Walter Sanß

Ein Pionier im Fußballsport

Walter Sanß wurde am 30.05.1879 geboren, sein Vater war Geschäftsführer des Hellweg-Märkischen Turnkreises. Er war der Mitbegründer des Dortmunder Fußball-Clubs von 1895, den er in rastloser Tätigkeit auf eine anerkennenswerte Höhe brachte. Mit der Gründung des Westdeutschen Spiel-Verbandes, der sich zunächst "Rheinischer Spielverband" nannte, an der er hervorragenden Anteil nahm, begann seine Tätigkeit in der Organisation und in der Weiterverbreitung der Fußballbewegung.

Im Jahre 1904 vertrat er die westdeutschen Vereine auf dem ersten Bundestag in Kassel, und von diesem Zeitpunkt an betätigte sich Walter Sanß in hervorragender Weise um die Sache des Deutschen Fußball-Bundes.


Anschluß des Westdeutschen Spielverbandes an den DFB durch Sanß


Der Bundestag 1905 in Köln brachte unter seiner Mitwirkung den Anschluß des gesamten Westdeutschen Spiel-Verbandes an den DFB und ihm den Posten des ersten Schriftführers im Bunde.

1907 siedelte Walter Sanß nach Bonn über, wo man ihm sogleich einen Posten im Bezirks-Ausschuß und in der Vereinsleitung übertrug Von hier aus organisierte er auch das erste Spiel der Westdeutschen Verbandsmannschaft gegen Belgien. 1908 gab er eine kurze Gastrolle in Berlin, die ihm aber wegen starker beruflicher Inanspruchnahme keine Möglichkeit ließ, ein Amt zu übernehmen. Schon das nächste Jahr sah den unruhigen Geist in Hann.-Münden tätig, wo er zunächst einmal dem Ortsverein unter die Arme griff und dann als Mitglied des inzwischen zu Westdeutschland gekommenen Kasseler Bezirks den Spielbetrieb bis an die Grenzen des Mitteldeutschen Verbandes organisierte.

Die Bundestage in Leipzig 1906, Mannheim 1907, Berlin 1908 und Breslau 1909 brachten ihm stets seine Wiederwahl als ersten Schriftführer. Im Laufe der Jahre war der Aufgabenkreis der Bundesleitung derart angewachsen, daß die Bundesleitung sich mit dem Gedanken der Anstellung eines vollamtlichen Geschäftsführers vertraut machen mußte.


Sanß war der erste hauptamtliche Geschäftsführer des DFB


Es verwunderte nicht, daß der Bundestag 1910 in Köln den mit allen Bundesfragen genau vertrauten Walter Sanß zum hauptamtlichen Geschäftsführer für die neu geschaffene Geschäftsstelle ernannte. Sein erstes Werk war die Herausgabe des Jahrbuches 1910, dessen werbende Kraft erst in den späteren Jahren voll erkannt wurde. Auf den folgenden Bundestagen 1911 in Dresden, 1912 in Hamburg, 1913 in München, 1914 in Magdeburg wurde immer wieder der Wert der sachlichen Tätigkeit von Walter Sanß durch seine Wiederwahl anerkannt.

Herausgabe von Jahrbüchern und Flugblättern, Bearbeitung der Presse, Aufstellung von Statistiken, Veranstaltung der Bundesspiele, Herausgabe von Spielregeln, seien als die bedeutendsten Tätigkeitsgebiete vieler Jahre hervorgehoben. Und dann kam der Krieg. Der Bundestag 1915 in Berlin war der letzte Bundestag, den er als Geschäftsführer des Bundes mitmachte.



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DFB-Geschäftsstelle in Dortmund

Walter Sanß wirbt für den Fußballsport

Seine Einziehung zum Heeresdienst und die damit verbundenen häuslichen und geschäftlichen Sorgen hatten in ihm das Verlangen nach Ruhe geweckt. Sein Vertragsverhältnis sollte 1916 enden, doch schied er schon vorher auf einer Tagung in Hannover aus dem DFB.

Seine Nachkriegsjahre verbrachte er in Straßburg, wo er sich als Schiedsrichter betätigte. Nach dem Krieg half er zunächst seinem Dortmunder Verein wieder auf die Beine, um dann im Gau und auch in der Leitung des Westdeutschen Spiel-Verbandes tätig zu sein.

Die Ruhrbesetzung, die im Verband eine Doppelorganisation erforderlich machte, brachte ihm im Jahre 1920 den Posten des Obmanns für den Fußball-Ausschuß des neu besetzten Gebietes ein. Später führte er noch eine Zeitlang das Amt des Obmanns im Verbands-Schiedsrichter-Ausschuß, wo er im Jahre 1921 seine sportliche Tätigkeit beendete.

Neben all seiner Arbeit fand Walter Sanß noch ausreichend Zeit zur aktiven Betätigung im Sport. Nicht weniger als 252 Fußballspiele leitete er als Schiedsrichter. Nicht unerwähnt soll noch bleiben, daß Walter Sanß auf den internationalen Kongressen tätig und als Dolmetscher gerne gesehen war. Nach dem Krieg machte er sich durch eine lebhafte, mit Vorträgen verbundene Werbetätigkeit mit Lichtbildern um die weitere Ausbreitung des Fußballsports verdient.

Familiäre u. geschäftliche Sorgen zwangen den verdienten Mann, sich ganz vom Sport loszusagen.

Walter Sanß

Walter Sanß

zeigt in einem Regelbuch des Deutschen Fußball-Bundes von 1912 die richtige Ausführung eines Einwurfs. Heute wird die Regel anders ausgelegt.



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Fußball am grünen Tisch

Leserbrief von Walter Sanß

Leserbrief von Walter Sanß

Aus "Dortmunder Zeitung" vom 02.03.1907

Die Fußball-Berichterstattung in der Dortmunder Tagespresse im Jahre 1907 hat gegenüber den Vorjahren erheblich zugenommen. Auch schon damals gab es Urteile am "grünen Tisch". Auf neutralem Platz in Hamm sollten die Dortmunder Fußball-Clubs BV 04 und BFC ein Entcheidungsspiel um die Meisterschaft des Märkischen Bezirks austragen. "Einige Minuten vor Abgang des Zuges" nach Hamm (27. Februar) ging ein Telegramm in Dortmund ein, in dem mitgeteilt wurde, daß das Spiel ausfalle.

Der Grund: der FC Münster hatte beim letzten Punktespiel gegen den Dortmunder Fußball-Club von 1895 - der sich ohnehin durch Verzicht des Schalker Vereins zwei Punkte ohne Kampf anrechnen konnte" - "einen nicht spielberechtigten Spieler unterschoben".


Erster Leserbrief mit sportlichem Inhalt


Die Zeitung kritisierte den Vorgang und warf die Frage auf, ob es nicht besser sei, die Entscheidung auf dem Sportplatz zu suchen.

Dagegen wandte sich Walter Sanß, erster Vorsitzender des Dortmunder Fußball-Clubs von 1895, mit einem offenen Leserbrief an die Zeitung. Da es sich um den ersten Leserbrief mit sportlichem Inhalt handelt, erscheint er im Original.



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Hans Brinkmann

Hans Brinkmann
02.06.1903 - 15.05.1992



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Hans Brinkmann - ein Leben für den Sport

Hans Brinkmann hatte alles durchlebt und alles durchlitten, was einem seit der Jahrhundertwende widerfahren konnte; und Deutschlands schwärzeste Zett war auch seine dunkelste - die Skepsis, war sie nicht schon wesenseigen, könnte da entwickelt worden sein.

Der Mensch, der Mitarbeiter, auch der sportliche, hatte sich bei ihm zu bewähren. Er gab die Chance, aber nutzen mußte sie der "Kandidat", und erst die Leistung brachte - sparsame - Anerkennung; doch die war dann auch etwas wert...

Sein Urteil: kompromißlos hart, manchmal fast verletzend, wenn es ihm angebracht schien - und das war häufiger der Fall - Angst, nicht (noch einmal) enttäuscht zu werden? Das Leben hatte ihn hart gemacht, wie paßte dazu sein gelegentliches, jugendhaft fröhliches Lachen?

Hans Brinkmann war Mitglied der DSCer seit 1917. Er war gerade 14 Jahre alt und der 1. Weltkrieg in seiner für die Bevölkerung schlimmsten Phase. Leichtathletik betrieb er über Jahre, war ein guter Sportler, bildete seinen Körper, trat nie ins ganz große Licht des Erfolgs und war doch so erfolgreich. Seine Liebe zum Fußball entdeckte er erst spät, der 11. Weltkrieg war bereits vorbei und überall wurde ein neuer Anfang gemacht. 1948 trat er in den erweiterten Vorstand des damaligen Dortmunder Sport-Club von 1895 (DSC 95), und zwar zunächst als Leiter des Förderrings, ein.

Nachdem der unvergessene Gustav Kerpa abgetreten war, begann seine ununterbrochene Zeit als 1. Vorsitzender des DSC 95 von 1953 bis 1966, wobei er schon von 1951 an Sitz und Stimme im Vorstand hatte. In diese Zeit fiel auch der kometen hafte Aufstieg der Fußballer des DSC von der Kreisklasse über die damals höchste Amateurklasse, die Landesliga, bis in die zweite Liga West.

Hier gelang es seinen vielfältigen Künsten und Kniffen, seinem sich und andere erschöpfenden Tatendrang, den der Verein bis zur Auflösung der zweiten Liga durch den DFB-Bundestagsbeschluß von Dortmund bis zum Jahre 1963 zu halten. Um nur einen Punkt verpaßte damals der DSG 95 den Verbleib in der zweithöchsten deutschen Klasse.

Weit bemerkenswerter als der sportliche Erfolg dürfte die Tatsache gewertet werden, daß der DSC 95 trotz bekannter geringer Zuschauerzahl die Liga ohne Schulden verließ - das Verdienst eines Mannes, dem seriöses Gebaren im Umgang mit Geld eine Selbstverständlichkeit war, peinlich für die viele Hasardeure und Bankrotteure auf den Chefsesseln von Vereinen des bezahlten Fußballs...

Sein bleibendes sportliches Lebenswerk aber ist das "Stadion an der Flora", dessen Entstehung unlösbar mit seinem Namen verbunden bleiben wird.

Seinem Weitblick und der Erkenntnis der Notwendigkeit ist es zu verdanken, daß es am 07. August 1969 zu der - bereits 1920 einmal angestrebten! - Fusion zwischen dem TuS Eintracht 1848 und dem DSC 95 zum TSC Eintracht 1848/95, Korporation zu Dortmund, kam. Müßig zu erwähnen, daß Hans Brinkmann nach der Fusion mehrere Jahre Mitglied des Präsidiums war und mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet wurde.

Im Jahre 1984 erhielt Hans Brinkmann wegen seiner langjährigen Verdienste um den Dortmunder Sport den Sportlerehrenbrief der Stadt Dortmund. Der TSC Eintracht Dortmund 1848/95 hat Anlaß, diesem Mann dankbar zu sein.



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Hans Brinkmann im Kreis seiner Freunde

Hans Brinkmann im Kreis seiner Freunde

Hans Brinkmann, der Erneuerer des DSC 95 nach dem 2. Weltkrieg und Vater der Fusion mit dem TuS Eintracht 1848 im Kreis seiner Freunde und Mitstreiteranläßlich seines 60. Geburtstages. Lisbeth und Willi Kemper hatten den Gastraum im DSC-Clubhaus an der Flora feierlich geschmückt. Es umrahmen ihn zu seiner Linken Stadtrat Fritz Kauermann, Notar Dr. Hans Thiele, (?). Zur Rechten DUB-Direktor Schönherr, Notar Dr. Marx, Ehrenvorsitzender Dr. Kerpa, LA- u. Handball-Alt-Kämpe Hans Schmidt, (?), Walter Vehoff, Architekt Herwarth Schulte, (?), Sohn Rolf Brinkmann, Kassengeschäftsführer Heinz Kattenbräucker, Verwaltungsgeschäftsführer Helmut Büser u. Willi Köster. Im Hintergrund, von links, Heinz Stachelscheidt, Hubert Knepper, Günter Kroll, Helmut Ley, Willi Grote, Eugen Schinker, (?), (?).



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Der steile Aufstieg der "95er"

Durchmarsch von der Kreisklasse zur Landesliga

Nach Ende des zweiten Weltkrieges hatte der DSC 95 große Mühe, allmählich seine gute Rolle im Dortmunder und Westfälischen Fußball wieder zu gewinnen. Zunächst führte der frühere Gauligist, in dessen Schatten sogar lange der BV Borussia 09 gestanden hatte, in der Kreisliga ein bescheidenes Dasein. Erst 1951 gelang der Aufstieg in die Bezirksklassse, wo die Mannschaft aber nur ein Jahr wegen mangelnder Spielstärke verweilen konnte. Nach einem weiteren Jahr Kreisliga kehrten die 95er in die Bezirksliga zurück.


1953 begann der steile Aufstieg


Danach begann ein steiler Aufstieg, der im Dortmunder Nachkriegsfußball keine Parallelen hatte. Denn in einem Durchmarsch wurde schon 1954 die Landesliga erreicht, die damals die höchste Amateurklasse war. Der DSC erreichte in seiner ersten Saison in dieser Klasse im Spieljahr 1954/55 gleich die Meisterschaft und qualifizierte sich damit für die Endrundenspiele um die' Westfalenmeisterschaft. Gegner waren so renommierte Mannschaften wie die Siegener Sportfreunde, Eintracht Gelsenkirchen, VfB Bielefeld und der SV Erle 08.

Beim ersten Auftritt in solch prominenter Umgebung taten sich die 95er schwer und kamen in Mengede, wo damals zwischenzeitlich die Heimspiele ausgetragen werden mußten, nur zu einen 0:O.

Den ersten Sieg der Endrunde feierte Dortmund 95 gegen VfB Bielefeld, der mit 1:0 durch ein Freistoß-Tor von Gustav Gruchatka geschlagen wurde. Damit waren die Chancen gewahrt, die westdeutsche Endrunde zu erreichen.

Diese Hoffnungen erhielten aber aber beim ersten Spiel in Erle einen herben Dämpfer. Denn die Platzherren siegten nach verteiltem Spiel glücklich mit 1:O. Mit dem gleichen Ergebnis verabschiedeten sich die Dortmunder im letzten Gruppenspiel gegen die Sportfreunde aus Siegen. Der spätere Deutsche Amateurmeister behielt allerdings nur sehr schmeichelhaft die Oberhand. Die Schützlinge von Trainer Willi Kronsbein waren aber nicht traurig.

Denn sie konnten in der neuen Umgebung viel Erfahrungfürdie kommenden Aufgaben in der neuen Landesliga-Saison sammeln. Der große Vorteil der DSC-Mannschaft war es zu jener Zeit, daß die Truppe kaum Abgänge zu verzeichnen hatte und nur gezielt auf dem einen oder anderen Posten verstärkt wurde. Diese erfreuliche Tatsache zog sich schlie ßlich wie ein roter Faden durch die 95er-Vereinsgeschichte bis 1963 zur Auflösung der 2. Liga West. Aber soweit war es noch nicht.


1955 Meister der Landesliga


In der Saison 1955/56 nahmen die Dortmunder einen neuen Anlauf auf die Landesliga-Meisterschaft. Dieses Vorhaben wurde schließlich realisiert, obwohl sich in jener Spielzeit erst ganz allmählich die Spreu vom Weizen absonderte.

Der Lohn für die harte Saison war die erneute Teilnahme an den Spielen um die Westfalenmeisterschaft. Der Auftakt erwies sich als äußerst schwierig. Denn der SVA Gütersloh ließ nur einen einzigen Treffer durch Heiner Schrimpf zu, der allerdings zum wichtigen Sieg reichte.



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Spielführer Willi Grote

Spielführer Willi Grote (links) bei der Wimpelübergabe mit dem Kapitän von Troisdorf 05 und Schiedsrichter Ternieden



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DSC 95 bei den "Fußballprofis"

Lizenzerteilung für die 2. Liga West

Doch nach dem 4:1 Sieg über den hoch eingeschätzten VfL Gladbeck marschierten die inzwischen routiniert auftrumpfenden Dortmunder schon in Richtung Titelgewinn. Karl-Heinz Holzgreve war der gefeierte Spieler des Tages, nachdem er alleine drei Tore erzielt hatte.

Doch den dicksten Brocken mußten die 95er noch aus dem Weg räumen. Vor fast 10.000 Zuschauern kruzte nämlich der amtierende Deutsche Amateurmeister Sportfreunde Siegen im Stadion "Rote Erde" auf, um seinen Titel zu verteidigen. Dieses Ansinnen durchkreuzten die DSCer in einem äußerst dramatischen Spiel. Wie vor Jahresfrist fiel nur ein einziger Treffer. Diesmal erziehlten ihn die Dortmunder. Die Entscheidung macht Gustav Gruchatka mit einem seiner vielen Freistoßtore perfekt.

Obwohl die Zuschauer den DSC schon als neuen Meister feierten, stand noch die schwierige Aufgabe bei Arminia Ickern auf dem Programm. Doch nun ließ sich Dortmund 95 nicht mehr von dem einmal eingeschlagenen, erfolgreichen Weg abbringen. Ickern wurde überlegen mit 3:1 geschlagen.

Zur erfolgreichen Mannschaft zählten:
Thater, Schrimpf I, Amedick, Klinger, Grote, Gruchatka, Engelbert, Gawohl, Holzgreve, Keitz, Schrimpf II, Jarsen und Neumann

Als nächstes standen für den DSC nun die Endrundenspiele um die Westdeutsche Meisterschaft an. Gegner waren Mitterheinmeister Troidorf und Niederrheinvertreter VfB Speldorf. Zunächst fertigten die Dortmunder Troisdorf problemlos mit 4:2 ab, nach dem Karl-Heinz Holzgreve mit zwei Treffern den Grundstein zu dem schönen Erfolg gelegt hatte. Nun träumten die Dortmunder Fans bereits von der Teilnahme in der Endrunde um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Diese war wirklich zum Greifen nahe, als die 95er beim entscheidenden Spiel um den Westtitel in Speldorf kurz vor Ende der Begegnung durch Tore von Walter Schrimpf (2) und Holzgreve mit 3:2 führte. Dieser Vorsprung konnte aber nicht über die Zeit gerettet werden, weil die Speldorfer über den Ausnahmestürmer Theo Klöckner verfügten, der den Mülheimer Vorstädtern noch einen 4:3 Sieg bescherte. Klöckner machte später bei Schwarz-Weiß Essen, wo er Deutscher Pokalsieger wurde und mit Werder Bremen (1965 Deutscher Meister) Karriere. Als Linksaußen wurde er von Sepp Herberger auch in die Nationalmannschaft berufen.


Lizenz für 2. Liga West


Durch das unglückliche Ausscheiden der 95er wurde ein schöner Dortmunder Fußball-Traum zerstört. Denn die Endspiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft wurden zu jener Zeit immer als Vorspiel zu den Vertragsspieler-Finals ausgetragen. Und am 24. Juni 1956 stand der BV Borussia Dortmund im Berliner Endspiel gegen den Karlsruher Sport-Club. Wie schön wäre es doch für die vielen Fußballfreunde aus Dortmund und Umgebung gewesen, wenn im Amateurfinale der DSC anstelle von Speldorf gegen die Spielvereinigung Neuisenburg angetreten wäre.

So endete die erfolgreiche Nachkriegssaison der 95er mit der Lizenzerteilung für die zweite Liga-West.



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Westfalenmeister 1956

Der Westfalenmeister von 1956: Willi Grote, Jupp Thater, Karl Amedick, Werner Keitz, Norbert Gawohl, Karl-Heinz Holzgreve, Heiner Schrimpf, Gustav Gruchatka, Karl Klinger, Walter Schrimpf, Fred Engelbert und Obmann Albert Scheid.



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Jupp Thater als großer Rückhalt

Berufung in die B-Nationalmannschaft

In der ersten Saison der neuen Spielklasse machte sich vor allem der leider schon verstorbene Torwart Jupp Thater einen guten Namen. Wegen seiner konstant guten Leistungen fand er als erster und einziger 95er den Eingang in das Notizbuch des damaligen Bundestrainers Sepp Herberger. Thater wurde in die Amateurnationalmannschaft berufen und gehörte auch einige Male zum Kreis der B-Nationalmannschaft.

Später schaffte er als 40-jähriger noch mit dem TSC Eintracht den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga (1971). Insgesamt bestritt das 95er Eigengewächs über 1.000 Spiele für den DSC. Trotz schwerster Verletzungen war er auch noch bis zum Ende der 80er-Jahre ein großartiger Rückhalt der Altherrenmannschaft.


Düstere Wolken über dem Klub


Die zweite Saison (1957/58) im Vertragsspielerlager stellte den DSC vor eine ganz schwierige Probe. Durch die 2:0 Auftaktniederlage bei Marathon Remscheid fielen die Dortmunder sofort auf den letzten Tabellenplatz zurück. Bis zum achten Spieltag war es den Blau-Weißen nicht vergönnt, einen einzigen Sieg zu erzelen, so daß düstere Wolken über den ehrgeizigen Klub aufzogen.

Gerade einmal ein 0:0 gegen Bayer Leverkusen schönte ein wenig die deprimierende Bilanz. Denn gegen Eintracht Gelsenkirchen (0:5), STV Horst (2:4), SpVgg Herten (1:2), Borussia Mönchengladbach (2:3), VfB Bottrop (0:3) und Düren 99 (1:2) hagelte es zum Teil unglückliche Niederlagen. Ein Silberstreif zog am Horizont auf, als am neunten Spieltag endlich zum ersten Male gewonnen wurde. Wattenscheid 09 hatte mit 3:1 das Nachsehen, als Walter Schrimpf (2) und Erni Pentinghaus die Tore erzielt hatten.


Mit Kraftakt den Abstieg verhindert


Obwohl die Lage am Tebellenende bei 3:18 Punkten nicht rosiger geworden war, schöpften die 95er neuen Mut und sicherten schließlich sogar noch die Klasse. In einem Kraftakt sondersgleichen beendete die Mannschaft diese so kurios begonnene Saison noch als Tabellendrittletzter, so daß es in der zweiten Liga weiterging.

Mitentscheident für den verkorksten Verlauf dieser Spielzeit war, daß sich Torwart Jupp Thater bei einem Zusammenprall mit Heinz Casper gegen den VfB Bottrop einen Beinbruch zuzog und lange pausieren mußte. Er kehrte erst fast zwei Jahre nach der schweren Verletzung ins Tor des DSC zurück.

In der dritten Saison bemühten sich die 95er von Anfang an, nicht wieder in den Tabellenkeller abzurutschen. Zum Auftakt gab es ein erfreuliches 1:1 gegen den Oberliga-Absteiger Schwartz-Weiß Essen, der mit dem frischen Lorbeer des Deutschen Pokalsiegers auf der neuen Anlage an der "Flora" aufkreuzte.

Schließlich reichte es ohne Abstiegszitterei zum 13. Tabellenplatz. In dieser Spielzeit gab es eigentlich nur zwei Höhepunkte - einen positiven und einen negativen.



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Ehrung durch den Vorsitzenden Wellbrink

Ehrung durch den Vorsitzenden Wellbrink und Obmann Holtmann für Jupp Thater und Mitspieler Grote, W. Schrimpf, Angelkorte, H. Schrimpf und Pentinghaus (1957)



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Wuppertaler SV mit Nationalspieler Szymaniak an der Flora

Werner Jablonski und Willi Schürmann verstärken die 95er

Am 19. Oktober 1958 lieferte der DSC beim 2:1 Sieg über den Wuppertaler SV an der "Flora" sein bisher bestes Spiel in der zweiten Liga West.

Der mit Nationalspieler Horst Szymaniak angetretene Oberliga-Absteiger wurde durch zwei Treffer des überragenden Werner Jablonski, der später in der Bundesliga als Spieler des VfL Bochum noch von sich reden machen sollte, verdient geschlagen.


Bestes Spiel gegen Wuppertaler SV


Dabei waren die Wuppertaler zunächst kurz nach der Pause durch ein Tor von Haase mit 1:0 in Führung gegangen. In der Schlußphase brachte DSC-Torwart Hannes Luckner mit hervorragenden Aktionen die Wuppertaler schier in verzweiflung. Neben Jablonski und Luckner tat sich vor über 4.000 Zuschauern auch noch Außenläufer Werner Keitz hervor.

Der absolute Zweitliga-Tiefpunkt erfolgte zum Rückrundenstart. Denn da handelten sich die 95er am traditionsreichen Essener Uhlenkrug beim späteren Wiederaufsteiger Schwarz-Weiß Essen eine 0:10 Niederlage ein. "Der DSC war von allen guten Geistern verlassen und hätte durchaus noch höher verlieren können.", schrieben die Zeitungen.

Die Saison 1959/60 begann mit einem Paukenschlag. Denn nach dem ersten Spieltag stand der DSC das einzige Mal in seiner siebenjährigen Zugehörigkeit zum Vertragsspielerlager auf dem ersten Tabellenplatz. Werner Jablonski erzielte beim 3:0 Sieg über den STV Horst-Emscher alle drei Tore. Übrigens trat der DSC damals mit folgender Mannschaft an:

Luckner, Schülke, Bonnekoh II, Gawohl, Casper, Kapitza, Schürmann, Jablonski, Sasse, Gruchatka und Holzgreve.

An diesem denkwürdigen 23. August bestritt übrigens der vom Deutschen Amateurmeister Hombruch 09 gekomme Willi Schürmann sein erstes Meisterschaftsspiel für die Südlichen.

Der Höhenflug wurde allerdings nicht genutzt. Denn nach der folgenden 2:4 Niederlage bei Duisburg 48/99 versanken die Dortmunder wieder allmählich in den Niederungen der zweiten Liga. Mit immerhin 27 Punkten belegten die 95er schließlich in der Endabrechnung den elften Platz.


Dramatische Aufholjagd sichert Klassenerhalt


Die Spielzeit 1960/61 stellte die Anhänger des DSC 95 wieder auf eine ganz harte Probe. Denn die Mannschaft blieb nach der 1:3 Niederlage bei der Spielvereinigung Herten noch weitere sieben Spieltage in Folge ohne jeden Punktgewinn. Es folgten ein 0:3 gegen Erkenschwick, ein 0:6 in Bottrop, ein 0:1 gegen Eintracht Gelsenkirchen, ein 1:6 gegen Fortuna Düsseldorf, ein 1:2 bei Duisburg 48/99, ein 2:3 gegen STV Horst und ein 0:2 in Benrath.

Auch nach den beiden daheim erzielten Unentschieden gegen den Wuppertaler SV und VFL Gladbeck (jeweils 2:2) gab es kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt,



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Eine Spielszene des DSC im Vertragsfußball

Spielszene: DSC-Premiere im Vertragsfußball am 19.8.1956 gegen Spielvereinigung Herten (2:1) im Stadion "Rote Erde". Mittelläufer Willi Grote klärt einen Angriff der Hertener, Karl Amedick schaut zu.



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Sternstunde in der Vereinsgeschichte

Otto Rehagel als aktiver Spieler bei RW Essen

zumal das Torverhältnis schon beängstigende Dimensionen angenommen hatte. So war man schon nach dem fünften Spieltag bei 2:19 Toren angelangt. Die Lage besserte sich allmählich nach dem ersten Saisonsieg, den die 95er an der "Flora" gegen den Tabellendritten Bonner FV herausschossen. Der euphorisch gefeierte Mittelstürmer Karl-Heinz Holzgreve zeichnete für den "goldenen" Treffer verantwortlich.

In einer dramatischen Aufholjagd sammelte der DSC dann noch bis zum Saisonende 17 Punkte, die zum drittletzten Tabellenplatz reichten, weil man gerade einen Zähler mehr aufweisen konnte, als der wesentlich besser in die Spielzeit gestartete SSV Hagen. Aussichtslos abgeschlagen war übrigens der BV Oesterfeld.


Ende des Mauerblümchendaseins?


In der Saison 1961/62 beschloß der DSC-Vorstand, das Mauerblümchendasein in der zweiten Liga zu beenden. Es wurde das erste Mal in größerem Stil in neue Spieler investiert. So wurden der bekannte Bochumer Mittelfeldspieler Erich Pawlak, der Münsteraner Preuße Hesse, BVB-Stürmer Pritz, der von Pirmasens transferierte ehemalige BVB-Verteidiger "Pere" Meyer, BVB-Mittelfeldspieler "Ali" Sibilski und Stürmer Gemballa an die Flora gelockt.

Für diese vielversprechenden Spieler zahlten die 95er allerdings einen hohen Preis. Denn man trennte sich schweren Herzens von Werner Jablonski, der sich dem VfL Bochum anschloß. Jablonski, der einst von Aplerbeck 09 gekommen war, hatte sich über Jahre als leistungsstärkster Akteur der Südlichen in den Vordergrund gespielt. Die Spielzeit begann mit einem enttäuschenden 2:2 daheim gegen den VfL Gladbeck. Die Tore erzielten Schürmann und Casper. Dem folgte ein deprimierendes 0:1 bei Duisburg 48/99. Doch am dritten Spieltag kamen die 95er endlich einmal aus dem Gebüsch.


Rot-Weiß Essen gespickt
mit Nationalspielern


Vor 3.000 Zuschauern bezwangen sie den ehemaligen Deutschen Meister Rot-Weiß Essen mit 2:1, obwohl die Essener mit den Nationalspielern Herkenrath, Wewers und Hornig angetreten waren. Zur RWE-Mannschaft zählte damals auch der heutige Bundesligatrainer Otto Rehagel. Das nutzte den Essenern aber gar nichts. Denn die Dortmunder erwischten eine Sternstunde und gingen schon in der 3. Minute durch Gemballa in Führung. Der gleiche Spieler erhöhte in der 16. Minute sogar auf 2:0, nachdem er von Pritz mustergültig freigespielt worden war. Essen schönte später das Resultat noch durch einen Elfmeter von Heinz Hornig.


Das Abstiegsgespenst wurde verjagd


Diese Begegnung brachte dem DSC aber nicht den Aufschwung und die Schubwirkung zu einer konstanten Erfolgsserie. Den schon in Herten (1:1, Tor Pritz) ging es im alten Trott weiter. Die Saison wurde mit einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz abgeschlossen. Allerdings geriet man damals das erste Mal seit Jahren nicht mehr in akute Abstiegsgefahr.



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Regionalliga-Qualifikation wurde knapp verpaßt

Abschied vom bezahlten Fußball

Nach dem der DFB-Bundestag im Sommer 1962 in Dortmund die Einführung der Bundesliga beschlossen hatte, stand fest, daß die zweite Liga 1962/63 in ihre letzte Saison gehen würde.

Als Unterbau für die höchste Spielklasse hatte der Deutsche Fußball-Bund fünf Regionalligen aus der Taufe gehoben. Für die westdeutsche Regionalliga wollte sich auch der DSC 95 qualifizieren, da man nicht gewillt war, sich nach sieben Jahren sang- und klanglos vom Vertragsspielerlager zu verabschieden.


14.000 sehen DSC gegen DSC
auf der Bielefelder Alm


Es sollte eine spannende Spielzeit werde, die dann dem Dortmunder Traditionsverein aber nicht die großen Träume erfüllen wollte.

Immerhin fochten die Südlichen bis zum letzten Spieltag um den zur Regionalliga-Qualifikation notwendigen sibten Tabellenplatz. Auf der Bielefelder Alm stand dort am 30. Spieltag das alles entscheidende Spiel zwischen dem DSC Arminia und Dortmund 95 an.

14.000 Zuschauer füllten das Stadion. Und die meisten von ihnen wurden nicht enttäuscht. Denn die Bielefelder behielten mit 4:1 bei hohen Temperaturen die Oberhand und zogen in die neue Regionalliga-West ein. Den einzigen Treffer der Dortmunder markierte übrigens Pritz. Es sollte der letzte sein, den jemals ein 95er im bezahlten Fußball erzielte.

Falls die Dortmunder das Spiel gewonnen hätten, wären sie als Tabellensiebter in die neu geschaffene Spielklasse eingezogen. So blieb nur ein unbefriedigender zwölfter Rang. Immerhin kam man auf 29:31 Punkte und 59:59 Tore. Die letzte Saison im bezahlten Fußball bescherte den DSC-Anhängern noch einige gute Spiele.

Das beste lieferte die Blau-Weißen am vorletzten Spieltag gegen den letzten Meister der zweiten Liga-West, VfB Bottrop. Obwohl die Dortmunder nur mit zehn Spielern begannen - Casper hatte sich um 11 Minuten verspätet - gewannen sie 4:1. Otto Thater war der überragende Spieler auf dem Feld und erzielte drei Tore. Den vierten Treffer steuerte Sibilski bei.

In der verbissen geführten Zweitligaendrunde erreichten die 95er noch einige Achtungserfolge. So wurde der VfL Gladbeck daheim durch Tore von Casper und Herberhold mit 2:0 geschlagen. Das machte Mut. So gab es auch beim SV Sodingen einen verdienten Punktgewinn mit 2:2. Trotz eines 0:2 Rückstandes glichen Casper und Otto Thater noch aus. Eine Punkteteilung (1:1) gab es auch beim VfL Bochum. Den Treffer der 95er erzielte Werner Keitz.

Schließlich reichten die Bemühungen nicht aus. Ein schwacher Trost blieb, daß neben dem SC Dortmund 95 auch so renommierte Vereine wie der VfL Bochum, Eintracht Gelsenkirchen, der Duisburger SV und der SV Sodingen keinen Einzug zur Regionalliga fanden. Für den Dortmunder Sport Club von 1895 endete unwideruflich die Zeit im bezahlten Fußball.



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Im Amateurlager mit wechselnden Erfolgen

Zusammenschluß mit dem ältesten Dortmunder Turnverein

Für den DSC ging es nach der verpaßten Regionalligaqualifikation in der Verbandsliga, Gruppe 2, weiter. Obwohl sich einige Spieler aus der Vertragsspielerzeit zu anderen Klubs orientiert hatten, wurden die DSCer ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich als Meister dieser Klasse durch.


Meister in der Verbandsliga


Nach 30 Spieltagen rangierte die Mannschaft von Trainer Dr. Horlacher mit 43:17 Punkten deutlich vor dem VfL Bochum, der als Tabellenzweiter auf 38:22 Punkte kam.

Als Gegner hatte sich für das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft ein alter Bekannter durchgesetzt: Eintracht Gelsenkirchen. Die erste Begegnung wurde auf dem alten Gelsenkirchener Union-Platz ausgetragen. Sie endete nach dramatischen Verlauf mit 2:2. Zunächst hatte Willi Schürmann Mitte der zweiten Halbzeit den Führungstreffer der Gastgeber durch Elfmeter ausgeglichen. Die erneute Führung der Eintracht machte Friedel Zimmer in der Schlußminute wett. Er bezwang den Gelsenkirchener Torhüter Becker mit einem sensationellen Fallrückzieher.

Allerdings hatten die Dortmunder in diesem guten Spiel ihren Mittelstürmer Otto Thater durch einen Armbruch verloren, so daß er im Rückspiel eine Woche später an der "Flora" nicht mit von der Partie sein konnte. Dies sollte sich nachteilig auswirken, da die Dortmunder ihre vielen Chancen nicht nutzen konnten. So gab es erneut ein Remis - diesmal 1:1.

Der Titel mußte nun in einem Entscheidungsspiel vergeben werden. Am Pfingstmontag 1964 unterlagen die Dortmunder in der Castroper Jahn-Kampfbahn leistungsgerecht 0:2, weil sie bei den hohen Temperaturen trotz der Reaktivierung von Holzgreve kaum zu Torchancen kamen.

Neben Holzgreve waren nur noch Torwart Jupp Thater und Werner Keitz aus der Mannschaft übriggeblieben, die sieben Jahre zuvor Westfalenmeister geworden waren. Für die 95er bestritten dieses letzte Finale:

Thater, Gruschatka II, Krumtünger, Schürmann, Zimmer, Casper, Herberhold, Reher, Holzgreve, Keitz und Glowatzki.


Abstieg in die Landesliga


In der Saison 1964/65 verloren die DSCer ihre dominierende Position im westfälischen Fußballsport. Denn sie stiegen aus der Verbandsliga ab. Bis zur Fusion mit dem TuS Eintracht 1848 fristete der DSC ein Dasein, ohne Aufsehen zu erregen.
 
Der Stern des DSC 95 war verblaßt.



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TSC-Stadion an der Flora

Lebenswerk von Hans Brinkmann

Luftbild des TSC-Stadions an der Flora von 1978

Luftbild des TSC-Stadions an der Flora (1978)

Freigegeben durch den Regierungspräsidenten Münster (Nr. 7899/78)



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Die Entstehung unserer Sportplatzanlage

Die Stadt löste ihr Versprechen erst 30 Jahre später ein

Im Jahre 1924 wurde unsere erste Sportanlage der Stadt Dortmund für den Bau der Kampfbahn "Rote Erde" zur Verfügung gestellt. Damals versprach man, uns im Rahmen des Stadionneubaus einen Ersatzplatz zur alleinigen Verfügung zu schaffen, der dort liegen sollte, wo später das Luftbad gebaut wurde.

Fast 30 Jahre dauerte es, bis die Stadt Dortmund das Versprechen einlöste. Wir mußten uns bis dahin trösten, daß es für uns zwar kein gewisses Vorrecht für die Belegung der Kampfbahn gab, das aber illusorisch wurde, als wir in der Bedeutung zurückgingen und der BV Borussia sich nach vorne schob. Durch die größeren Zuschauerzahlen ging das Belegungsvorrecht auf den BVB über. Uns wurde nur noch ein Vorrecht auf ein Nebenfeld der Stadionanlage eingeräumt. Heute steht dort das Westfalenstadion.

Es steht fest, daß mit dem Verlust der eigenen Platzanlage der Niedergang des Vereins begann. Nach dem Krieg war es fester Wille von langjährigen Mitgliedern, den DSC wieder nach oben zu führen. Hans Brinkmann und Theo Hüllen waren unermüdliche Kämpfer in der Platzfrage. Die Stadtväter wurden gebeten, doch endlich das Versprechen einzulösen, das ihre Vorgänger seinerzeit gegeben hatten.

Im Jahre 1953 erhielten wir das Gelände an der Ruhrwaldstraße in Pacht. Hier war in den dreißiger Jahren der Ersatzplatz für einen anderen südlichen Vorortverein von der Stadt angelegt worden, weil dessen Anlage der fortschreitenden Bebauung zum Opfer fiel. Dieser Verein hatte den Platz restlos verkommen lassen, so daß unsere Anlage einem vollkommenen Neubau gleich kam. Die damals gepachtete Fläche (heute Vereinseigentum) umfaßt rd. 40.000 qm. Was dort vorgefunden wurde, war ein völlig heruntergewirtschaftetes Rasenfeld, das im Winter sumpfig war, und eine restlos mit Unkraut überwucherte Laufbahn.

Im Frühjahr 1953 beganne die Arbeiten. Zunächst wurde das Rasenfeld vorgenommen. Es erhielt ein enges Dränagenetz und wurde dann vollkommen umgebrochen. Zusätzlicher Mutterboden und Torf wurden mit dem vorhandenen Boden vermischt. Im Frühjahr 1954 erfolgte die Einsaat. Die Laufbahn wurde neu hergerichtet; die Zuschauerränge für 8.000 Zuschauer ausgelegt.

Ein zweites Spielfeld wurde als Aschenplatz in Angriff genommen. Es war zunächst nur als Trainingsfeld ohne Zuschauerränge gedacht. Da jedoch ein Rasenplatz nicht bei jedem Wetter bespielbar ist, wurde der Hartplatz als Ausweichspielfläche mit normalen Spielfeldmaßen und einem Fassungsvermögen für 5.000 Zuschauer errichtet.

Die Krönung unserer Platzanlage war ohne Zweifel unser schickes Clubhaus, um das uns viele Vereine beneidet haben. Neben Umkleide-, Dusch- und Verwaltungsräumen waren dort eine gemütliche Vereinsgaststätte mit einem Gesellschaftszimmer sowie eine Platzwartwohnung untergebracht. Im Rahmen des Neubaus für das TSC-Sportzentrum wurde das Clubhaus dem Erdboden gleichgemacht, weil es architektonisch nicht mehr in die Landschaft paßte. Diese Entscheidung stieß bei den Fußballern auf wenig Verständnis. Sie werden die schönen Stunden und sportlichen Erfolge, die sie dort erlebt bzw. gefeiert haben, nicht vergessen.



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Der TuS Eintracht 48 und der DSC 95 als TSC Eintracht 1848/95

Bereits 1920 hatte man schon an eine Vereinigung gedacht

Zwei traditionsreiche Vereine, der älteste Dortmunder Turnverein, gegründet 1848, und der älteste Dortmunder Fußballverein, gegründet 1895, haben sich am 9. Juli 1969 zu einem Großverein mit dem Namen

Turn- und Sport-Club Eintracht von 1848/95
Korporation zu Dortmund

zusammengeschlossen. Dieser Tag ist ein denkwürdiges Datum in der Geschichte der beiden Traditionsvereine und ein Meilenstein im Dortmunder Sportgeschehen.


Zunächst keine Mehrheit für Fusion


Diese Entscheidung haben sich die Mitglieder des DSC schwer gemacht. Als sie am 23.6.1969 zur Abstimmung gerufen wurden, zeigte die Uhr fast Mitternacht. von 116 Mitgliedern waren 26 schon nach Hause gegangen. Sie waren ermüdet von den langen Plädoyers für die Bildung eines Großvereins.

Erstaunlicherweise kam der größte Widerstand nicht aus Lager der "Alten", die eine Verschmelzung ja schon aus Traditionsgründen schmerzen würde. Sie stimmten für die Fusion. Der größte Widerstand kam aus der Leichtathletikabteilung. Die Basketballer waren erst gar nicht erschienen, weil sie sich dem TuS Wellinghofen anschließen wollten.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2.7.1969 im Union-Bräu wurde der Vorstand des DSC 95 mit 92 Ja-Stimmen beauftragt, ein klärendes Gespräch mit dem TuS Eintracht wegen einer Fusion zu führen. Es gab eine Gegenstimme und sieben Enthaltungen. Der DSC-Vorstand war ermächtigt worden, dem Zusammenschluß unter folgenden Vorraussetzungen zuzustimmen:

  • Die Belange des DSC 95 müssen nach der Verschmelzung der beiden Vereine ausreichend berücksichtigt werden, und zwar in den Satzungen, die sich der neue Verein gibt.
  • Die Fußballabteilung bleibt eine selbstständige Abteilung mit eigener Kassenverwaltung und Beitragshoheit.
  • Bis zum Jahr 1975 müssen mindestens zwei Positionen des Vorstandes der Fusion von Mitgliedern des DSC besetzt sein.
  • Der zwischen der Stadt Dortmund und dem DSC 95 geschlossene Vertrag bezüglich der Platzanlage an der Flora gilt auch für den neuen Verein.

Am 9. Juli 1969 stimmten die Mitglieder des TuS Eintracht mit überwältigender Mehrheit (eine Gegenstimme, drei Enthaltungen) den Bedingungen und somit der Verschmelzung zu.

Schon vor 75 Jahren hatte man an eine Vereinigung beider Vereine gedacht. Auf der Mitgliederversammlung des DSC am 19. Juni 1920 wurde ein entsprechender Antrag mit 48:40 Stimmen abgelehnt.

Die Folge der gescheiterten Bemühungen war, daß der Turnverein Eintracht im selben Jahr eine eigene Fußballabteilung gründete. In diesem Jahr steht also ein doppeltes Jubiläum an:

100 Jahre Fußball in Dortmund durch den Traditionsverein DSC 95 und zum 75 Male jährt sich, daß auch im Traditionsverein TuS Eintracht Fußball gespielt wurde.



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Seniorenfußball im Fusionsverein

Die sportliche Entwicklung stagniert seit Jahren

Unter Leitung von Trainer Josef Strehl ging die erste Seniorenmannschaft nach der Fusion sehr optimistisch in die Spielzeit 1969/70. Das gesteckte Ziel "Klassenerhalt" wurde nicht erreicht. Nach mehreren Niederlagen in Folge mußte der Trainer gehen. Der ehemalige Vertragsspieler Willi Schürmann übernahm verantwortung.

Auch ihm gelang es nicht, das Ruder herumzureißen. Im Gegenteil, es kam in der Mannschaft zu immer neuen Querelen zwischen den alten DSCern und den neuen Spielern. Mit dem "Rausschmiß" von Trainer Schürmann stellten sich auch mehrere erfahrene Spieler aus falsch verstandener Solidarität nicht mehr zur Verfügung. Die Lücken mußten Spieler aus der Reservemannschaft, die Aufstiegsambitionen hatten, füllen, um das Restprogramm abzuwickeln.


Wiederaufstieg mit Trainer Harald Beyer


Nach diesem blamabelen Einstand des neuen TSC übernahm Harald Beyer im Spieljahr 1970/71 die Trainingsleitung. Ihm gelang es, die talentierten Jugendlichen ohne Schwierigkeiten in die Mannschaft einzubauen und das Spielniveau wesentlich zu steigern. Der als Titelaspirant gehandelte "Shootingstar" Hellweg Lütgendortmund mußte eine Warteschleife einlegen. Am Wiederaufstieg waren beteiligt:

Alfons Geßler, Karlheinz "Ellis" Granitza, Siegfried Hübner, "Buddy" Hülsmann, Claus Katzwinkel, Uli Lehmann, Rüdiger Mönch, Herbert Oelschlägel, Reinhard Rauball, Hans Schöneweis, Wolfgang Schmölter, Dieter Schwertfeger, Bernd Stobbe, Norbert Strugholz und Jupp Thater.

In der folgenden Spielzeit 1971/72 wurde unter Trainer Beyer ein akzeptabler Mittelplatz in der Landesliga belegt.

In der Spielzeit 1972/73 - die wohl erfolgreichste nach der Fusion - führte Friedhelm Ganz von TuRa Asseln das Zepter an der Flora. Die Verantwortlichen im Vorstand, insbesondere der rührige Abteilungsleiter Albert Franke und der sehr engagierte Fußballobmann Wolfgang Vogt, wollten es wissen. Mit den ehemaligen Vertragsspielern Jürgen Todebusch und Ingo Peter wurde die Mannschaft gezielt verstärkt.

Der Start in die Saison verlief nicht erwartungsgemäß, zumal sich die Spielberechtigungen für die Vertragsspieler durch das Reamateurrisierungsverfahren sehr verzögerten. Mit dem 6. Tabellenplatz und sechs Punkte Rückstand zum Tabellenführer Holzwickede ging es in die Winterpause. Der Rückrundenstart begann recht erfolgversprechend. Die ersten 5 Begegnungen, in denen die Meisterschaftsmitanwärter SV Welver, BV Brambauer 13 und der SV Holzwickede geschlagen wurden, brachten 9:1 Punkte und den 4. Tabellenplatz.

Der Rückstand zum Herbstmeister war auf 4 Punkte zusammengeschmolzen und der Aufstieg bei einer noch zu erwartenden Leistungssteigerung greifbar nahe. Im darauf folgenden Spiel in Wiescherhöfen, das verdient mit 3:0 verloren ging, kam der erste Rückschlag. Sechs Punkte Rückstand trennten uns wieder von Holzwickede. Doch nach vier Siegen in Serie wurde verlorener Boden wieder gutgemacht. Hervorragende 17:3 Punkte aus 10 Spielen bedeuteten am 1.4.1973 den 2. Tabellenplatz und einen Rückstand von nur noch zwei Punkten zum Tabellenführer.



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Aufstieg in die Verbandsliga verpaßt

Schaffen die Senioren im Jubiläumsjahr den Durchbruch?

Am 15. April 1973 war es dann soweit. Nach einem Unentschieden beim Angsgegner Westhofen und der gleichzeitigen Niederlage von Holzwickede hieß der Tabellenführer TSC Eintracht 48/95. Die Freude dauerte nur 14 Tage. Eine unnütige 2:3 Niederlage im Heimspiel gegen den SSV Werne bedeutete nicht nur den Verlust der Tabellenführung: Die in greifbare Nähe gerückte Chance des Aufstiegs war vertan.

Was sich dann abspielte, ist fast typisch für Mannschaften, die mit dem undankbaren 2. Tabellenplatz vorlieb nehmen müssen. Statt gemeinsam das knapp verfehlte Ziel in der neuen Saison wieder anzusteuern, interessierten die meisten Spieler die lukrativen Angebote anderer Vereine mehr. So verließen uns zum Saisonende die Spieler Zarnowski, Jahnel, Peter, Stobeck, Burchert, Lehmann, Berg und Schöneweis.


Neuaufbau unter Trainer Wepner


Ungeachtet dieser Rückschläge übernahm Karl-Heinz Wepner das Training der 1. Mannschaft in der Spielzeit 1973/74. Unter Hinzuziehung der aus der Jugendmannschaft aufgerückten talentierten Spieler formte Wepner eine spielstarke Mannschaft, die nach Saisonschluß einen guten Mittelplatz belegte. Eine ähnliche Platzierung wurde auch in der Spielzeit 1974/75 erreicht.

In der Jahreshauptversammlung 1975 löste Klaus Bohrisch den nicht mehr kandidierenden Albert Franke als Abteilungsleiter ab. Er und sein Stellvertreter Gerd Holtropsen verpflichteten Jürgen Todebusch als Spielertrainer für die Spielzeit 1975/76. Aufgrund der vielen Abgänge waren sich Vorstand, Trainer und Aktive bewußt, daß es ein schweres Jahr für die "Erste" werden würde. Nach Abschluß der Hinrunde belegte die Mannschaft einen Abstiegsplatz in der Tabelle.

Wie in solchen Fällen üblich, wurde ausschließlich der Trainer für den Mißerfolg verantwortlich gemacht. Die logische Konsequenz: Trainerwechsel! Für die Rückrunde übernahm Heinz-Udo Rötzel, der bis dahin die Reserve betreute, diese Aufgabe. Er sicherte für ein weiteres Jahr den Klassenerhalt der Senioren in der Landesliga.

Mit den Neuzugängen Peters, Schmidt, Wilhelm und den talentierten Jugendlichen Barz, Massanek, Schütte und Vollmer sowie mit der Verpflichtung von "Sully" Peters wollte der Vorstand die Weichen für eine bessere Saison 1976/77 stellen. Diese Erwartungen traten nicht ein. Bereits nach vier Monaten mußte sich der Verein von "Sully" trennen. Trotz größter Bemühungen konnte der eingesprungene Reservetrainer Egon Arndt die Klassenzugehörigkeit nicht sichern. Wir mußten den bitteren Weg in die Bezirksklasse antreten.

Ohne Aufstiegsambitionen hielt sich die Seniorenmannschaft drei Jahre in dieser Klasse. Nach einer total verkorksten Saison 1979/80 folgte zwangsläufig der Abstieg in die bedeutungslose Kreisliga. Auch der Wiederaufstieg unter Trainer Friedhelm Ganz im Jahre 1982 mag nicht darüber hinweg täuschen, daß im Seniorenbereich an die "großen" Zeiten nicht mehr angeknüpft werden konnte. Nach einjähriger Bezirksklassenzugehörigkeit spielen die Senioren seit numehr 12 Jahren in der Kreisliga.



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Bundesligareife Nachwuchsarbeit

TSC-Jugendteams immer auf den vorderen Plätzen

Im Gegensatz zu den Senioren hat die TSC-Fußballjugend in Dortmund und in Westfalen einen Spitzenplatz eingenommen. Das war nicht immer so.

Der Grundstein für die hervorragende Nachwuchsarbeit an der Flora ist bereits Mitte der sechziger Jahre unter Regie der Jugendleiter Wolfgang Vogt und des viel zu früh verstorbenen Herbert Ries sowie der aktiven Mitarbeit von Willi Boduszek, Gustav Kuhlmann, Otto Schröder und Willi Thiemann, gelegt worden. Als erfolgreiche Trainer fungierten während dieser Zeit Jochen Winter (Schüler), Bernhard Blume und später Werner Motzikat (Jugend).


1969 und 1970 die ersten Titel


Den größten Triumph erzielte die A-Jugend im Fusionsjahr. Sie wurde Kreismeister, Kreispokalsieger und gewann den begehrten Ruhrnachrichten-Pokal. Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten u. a. "Ellis" Granitza, Ingo Peter und Jürgen Boduszek, die später alle ins Profilager wechselten. Ein Jahr später konnte diese Mannschaft wiederum alle Titel zur Flora holen. Aufgrund dieser Leistungen wurde die Mannschaft mit dem BV Borussia in die 1970 neu eingerichtete Bezirks-Jugendklasse eingereiht.

Nach den großartigen Erfolgen im Jugendbereich ging Wolfgang Vogt als Fußballobmann in das Seniorenlager. Jochen Winter, der bis dahin mit den jüngeren Jahrgängen (Schüler und Knaben) vordere Tabellenplätze erzielen konnte, übernahm die Leitung der Jugendabteilung. Seine gute Arbeit wurde 1973 mit der Aufnahme in die neu eingerichtete Jugend-Westfalenliga honoriert.

Nach zweijähriger Klassenzugehörigkeit mußte die Mannschaft (1976) in die Jugendbezirksklasse zurückkehren. In diesem Jahr übernahm Herbert Pril die B-Jugend und führte sie, nach drei Entscheidungsspielen, in die neu installierte Jugend-Bezirksklasse.


Herz für Dötzkes


Etwa zur gleichen Zeit entdeckte der langjährige Geschäftsführer der Fußballabteilung, Dieter Schwertfeger, sein Herz für die Minikicker. Speziell in diesem Bereich hatte der Verein die Nachwuchsarbeit sehr vernachlässigt. Mit seinen Söhnen, Neffen und gleichaltrigen Kindern von Mannschaftskameraden konnte er eine E-Jugend aufbauen. Sein einfühlsamer Umgang mit Kindern und die Devise "Viel Spiel, wenig Regelkunde und kein Konditionstraining" löste einen im Verein bisher nicht bekannten Zulauf bei den Kleinsten aus.

In der Saison 1976/1977 konnte erstmalig neben eine E- auch eine F-Jugend für den Spielbetrieb gemeldet werden. Für die Betreuung des immer größer werdenden Kreises stellte sich Karl Menzen (E II-Jugend), Herbert Pril (D-Jugend) und Helmut Lütke-Volksbeck (C-Jugend) zur verfügung.

Im Spieljahr 1979/1980 trug die zielgerichtete Aufbauarbeit von Dieter Schwertfeger in den jüngeren Altersgruppen erste Früchte. Die F-Jugend wurde Stadtmeister mit 120:5 Toren und 28:0 Punkten. Tim Gutberlet trat in dieser Mannschaft als Torjäger besonders hervor. Die von Herbert Pril trainierten D-Junioren schafften den Aufstieg in die 1. Kreisklasse mit einem sagenhaften Torverhältnis von 203:4 Treffern und 44:0 Punkten.



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B-Junioren spielten um die deutsche Meisterschaft

Von der F-Jugend an wurde abgesahnt

Durch den starken Zulauf rückten Jahr für Jahr talentierte Kinder aus der unteren Altersgruppe in die nächsthöhere auf. Die Übungsleiter dieser Mannschaften konnten jeweils zum Saisonbeginn durch den altersbedingten Wechsel teilweise spielfertige Mannschaften übernehmen und sie ggf. gezielt verstärken.

Ein Beispiel hierfür ist der Geburtsjahrgang 1971, der wohl der erfolgreichste in der Nachwuchsarbeit des Vereins gewesen ist. Neben der bereits erwähnten Kreismeisterschaft als F-Junioren gewann das eingespielte Team in den beiden darauf folgenden Jahren (1981 u. 1982) unter Trainer Dieter Schwertfeger ohne große Anstrengungen die Meisterschaft für E-Junioren und jeweils den Kreispokal.


D-Junioren Westfalenmeister 1984


Der Trainer der D-Junioren, Herbert Pril, wartete schon ungeduldig auf die Übernahme dieser Vorzeigetruppe in seinen Betreuungsbereich. Nach einem Durchhänger im ersten Jahr (3. Platz für den Jungjahrgang) war die Meisterschaft in der Sondergruppe und der Gewinn der Westfalenmeisterschaft 1984 fast eine Selbstverständlichkeit, zumal die Mannschaft verstärkt wurde und alleine 7 Spieler den Kern der Kreisauswahl bildeten.

Mit einem Torverhältnis von 153:9 bei 38:2 Punkten wurde der Meistertitel der Sonderklasse ohne ernsthafte Probleme eingefahren. Bei den anschließenden Spielen um die Westfalenmeisterschaft setzten sich die Schützlinger von Trainer Pril souverän in der Vorrunde durch und gewannen das Endspiel gegen TSG Dülmen mit 6:2. Der sich anschließende Wechsel in den Bereich der C-Junioren unter Trainer Helmut Lütke-Volksbeck brachte den erfolgsverwöhnten Jungkickern (wiederum Jungjahrgang) im ersten Jahr einen unbefriedigenden 2. Tabellenplatz ein.


C-Junioren Westfalenmeister 1986


Die mittlerweile mit 6 Auswahlspielern gespickte Truppe wurde ungeschlagen Meister in der Bezirksklasse, vor den Bundesligaclubs VfL Bochum, SG Wattenscheid und Lokalrivale BV Borussia 09. Hinzu kamen Pokalsiege in der Halle und auf dem Feld. Es folgten die Westfalenmeisterschaft und die Westdeutsche Vizemeisterschaft.

Im ersten Jahr als B-Junioren war Bernd Harms verantwortlicher Coach für diese Jungen. Um auch in dieser Altersgruppe den Westfalentitel zu erreichen, mußte zunächst der Aufstieg von der Landesliga in die Westfalenliga geschafft werde. Das war für die eingespielten Jungen kein Problem.


B-Junioren Westfalenmeister 1988


Ein Jahr später zeichnete Ewald Gutberlet verantwortlich. Er gewann die Westfalenmeisterschaft mit der verbundenen Teilnahme um die Deutsche Meisterschaft. Nach relativ leichtem Start gegen Fortuna Düsseldorf und der etwas schwereren Aufgabe gegen Bayer Leverkusen kam im Halbfinale das Aus gegen den späteren Deutschen Meister, Hertha Zellendorf. An diesem Riesenerfolg für unseren Club waren beteiligt:

Stefan Klos, Sascha Hellwig, Lars Labonte, Henrik Weber, Ralf Vogelgesang, Carsten Vosic, Tim Gutberlet, Peter Quallo, Andreas Müller, Ingo Kleefeld, Christian Kuboteit, Marco Laschewski, Jens Machholz, Matthias Ramspott, Jens Pietzak und Iscender Yorganci.



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Lothar Löwer - unser Mann in der Bundesliga

Dortmunds Vorzeige-Schiedsrichter ist Eintrachtler

Durch ihn war der TSC Eintracht über Jahre hinweg in der Bundesliga und selbst auf der europäischen Fußball-Bühne präsent. 42 mal pfiff der heute als Verkaufsleiter der Mercedes-Niederlassung in Nürnberg tätige Schiedsrichter in der 1. Liga, dreimal "schwenkte" er im Europapokal sowie zweimal bei Länderspielen die Linienrichterfahne.

Ob Bayern gegen Hamburg oder Roter Stern Belgrad gegen AC Mailand spielte; "ein Stück" vom TSC war stets mit von der Partie. Dabei wurde Lothar Löwer eher zufällig, oder wie er selbst rückblickend findet. "auf ulkige Art und Weise" zum Eintrachtler. "Damals wie heute gab es bei den Schiedsrichtern Nachwuchsprobleme", erinnert sich Löwer um gut 25 zurück. Die Abschlußprüfung fand auf dem TSC Gelände statt. Nachdem ich bestanden hatte, wurde mir gesagt, daß ich auch einem Verein angehören mußte. Emil Balzer, der damalige Lehrwart, löste das Problem zügig, legte mir den Aufnahmeantrag für die Eintracht vor - und schon gehörte ich zum Club, unterschrieb der frischgebackene "schwarze Mann" damals blanko.

Ohne lange zu überlegen wurde Löwer, dessen Vater als DSC-Fan immer wieder den Sohnemann zu den Spielen mitnahm, Eintrachtler. Bereut hat er es freilich nie. "Ich habe mich in diesem Verein immer wohlgefühlt", verbindet er die angenehme Zeit besonnders mit dem Namen Benno Kellerhof. "Er hat die Funktion des Schiedsrichterwarts im Club mit Leben gefüllt." Auch heute pflegt man noch den Kontakt; so gut es bei einer räumlichen Entfernung von 500 Kilometern eben geht. "Ganz aus der Welt" war Löwer natürlich nie. So ließ er es sich als Dortmunder Aushängeschild nicht nehmen, beim alljährlichen "Budenzauber", der Hallenstadtmeisterschaft, zur Pfeife zu greifen. Getreu seiner Devise "wenn's am Schönsten ist, soll man aufhören" beendete er aus beruflichen Gründen vor knapp zwei Jahren seine aktive Laufbahn.

Geld gab es für den undankbaren Job des Schiedsrichters nicht viel, schöne Erinnerungen dafür um so mehr. Die interessanteste: "Ganz eindeutig das Europapokal-Halbfinale zwischen Roter Stern Belgrad und AC Mailand, in dem ich linienrichter war. 105000 Zuschauer und eine tolle Belgrader Mannschaft, die zur Pause 2:0 führte. Dann kam plötzlich der große Nebel; wir mußten das Spiel abbrechen. Am nächsten Tag spielte Mailand wie ausgewechselt und kam letztlich weiter." Das es nicht immer Gerechtigkeit gibt im Fußballer-Leben, konnte Lothar Löwer den Spaß an der "schönsten Nebensache" nicht nehmen.

Lothar Löwer



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TSC Talentschmiede - Beispiel: Stefan Klos

Stefan Klos

Dortmund, Juni 1995: Der Titel des deutschen Meisters ist greifbar nah, die Borussia kämpft um ihre Chance und eine ganze Region zittert mit. Zentrale Rollen in der "Hitchkock-Inszenierung" besetzen zwei Symphatieträger, die schon beim TSC zu großen Erfolgen beitrugen und in ihrer Jugendzeit an der Flora behutsam ihr Talent entfalten konnten. Stefan Klos und Lars Ricken - die "Vorzeige-Produkte" einer weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannten Juniorenfußball-Abteilung des TSC Eintracht.

Fünf Jahre trennen den raktionsschnellen Keeper vom technisch beschlagenen "Shooting-Star", doch ihre Entwicklung verlief fast identisch. Die erste "Bühne" im Kampf um Tore, Punkte, Meisterschaft war für Klos und Ricken jeweils der TuS Eving, der Verein "vor der Haustür". Talent, gepaart mit dem Ehrgeiz höher hinauszukommen, bedingt schon fast logisch die Notwendigkeit des nächsten Schritts. Eintracht war damals in den jüngeren Altersklassen noch vor dem BVB die erste Adresse im Dortmunder Jugendfußball: also zeigten sich "Stoffel" und Lars dem Werben der TSC-Trainer gegenüber aufgeschlossen, ohne freilich gleich "mit fliegenden Fahnen" das Lager zu wechseln.

Bedächtig, nicht vorschnell, fällten Spieler und Familienrat ihre Entscheidung pro Eintracht. So blieb Klos im D-Jugendbereich noch ein Evinger und machte zumindest in dieser Saison den Eintracht-Stürmern Sascha Hellwig und "Tüte" Rist das Leben schwer. Westfalenmeister ist der TSC geworden; aber gegen kaum eine Mannschaft im Verband war es für die Truppe von Herbert Pril so schwer, die nötigen Tore zu erzielen. Dabei waren die gegnerischen Angreifer ebenso wie die Zuschauer durchaus geneigt, diesen nie ohne "Teddybär" ins Gehäuse marschierenden TuS-Torwart erstmal zu unterschätzen.

"Ein kleiner, vierkantiger Klops", umschreibt Helmut Lütke-Volksbeck rückblickend schmunzelnd seinen ersten Eindruck vom heutigen Bundesliga-Keeper. Aber als Klos dann zum Schlußmann seiner C-Jugend wurde, da war der Trainer schnell von der Klasse des Blondschopfs überzeugt. "Schon als Jungjahrgang hat er sich gleich durchgesetzt. Mit seinem angenehm ruhigen, zurückhaltenden Auftreten hat er sich zudem große Symphatien erworben."

Bereits damals war unverkennbar, daß "Stoffel" nicht nur ein herausragender Torwart, sondern auch ein passabler Feldspieler war. Eine Eigenschaft, die von Lütke-Volksbeck weiter gefördert wurde. "In einigen Spielen hat er auch im Feld mitgespielt", sah "Lüvo" aber auch die



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TSC Talentschmiede - Beispiel: Lars Ricken

noch vorhandene Schwächen beim dann schon in die Westfalenauswahl berufenen Keeper. "Seine Abschläge waren noch verbesserungswürdig. Deshalb haben wir fleißig trainiert und überall Hütchen auf dem Feld aufgestellt, die Stefan dann mit langen, präzisen Abschlägen treffen mußte." Kleine Schwächen hin oder her - mit diesem starken Rückhalt im Gehäuse war der ohnehin schon starke TSC-Jahrgang (fast) nicht aufzuhalten.

In der Saison 85/86 erspielte sich die Mannschaft um Stefan Klos, Tim Gutberlet und Peter Quallo in Klassemanier den Westfalenmeistertitel (der heutige BVB-Trainer Edwin Boekamp coachte damals den Endspielgegner RW Unna) und wurde erst im Finale der Westdeutschen Meisterschaft von Borussia Mönchengladbach gestoppt. Die positive Entwicklung von "Stoffel" war aber nicht aufzuhalten. Mit Eintrachts B-Junioren wurde er wieder Westfalenmeister und spielte mit um den deutschen Titel, ehe das Talent gemeinsam mit seinem Mitspieler zu Borussia wechselte.

Genau wie Klos spielte auch Ricken vier Jahre beim TSC - und genau wie der Keeper - machten sich auch Lars nebst Eltern vor dem Wechsel zur Flora so ihre Gedanken. Die Eltern waren zunächst skeptisch, ob ihr schneller und technisch starker, aber eben auch noch recht kleiner Junge den Anforderungen gewachsen sei. Die Bedenken wurden zerstreut - Lars Ricken wurde in der D-Jugend zum Leistungsträger der Eintrachtler.

"Selbstbewußt und ehrgeizig, aber auch sehr kollegial seinen Mitspielern gegenüber", so sah Herbert Pril, der Ricken in allen vier Eintracht-Jahren trainierte, den damals Heranwachsenden. In der D-Westfalenmeister-Mannschaft von 1988 war Lars schon die zentrale Figur im Eintracht-Mittelfeld.

Lars Ricken

Beide C-Jugendjahre agierte er noch im TSC-Dress - dann war der Wechsel zum frisch von Michael Skibbe und Eddy Boekamp aufgebauten BVB-Talentschuppen der nächste, logische Schritt auf dem Weg zu einem der aktuellen Hoffnungsträger im deutschen Fußball.

Ob Klos, Ricken oder auch Quallo und Gutberlet sowie die Vielzahl heute in hohen Amateurklassen spielenden ehemaligen Eintracht-Junioren - der TSC war stets eine Talentschmiede mit beachtlichen Erfolgen im Jugendfußball.

Auf das es so bleibt!



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Die Vereins- bzw. die Abteilungsvorsitzenden von 1895 - 1995

1895 - 1911

1911 - 1919

1911 - 1918

1919 - 1920

1920 - 1921

1921

1921 - 1923

1923

1924 - 1925

1926 - 1927

1927 - 1928

1928 - 1930

1930 - 1933

1933 - 1934

1934 - 1937

1937 - 1945

1949 - 1951

1951 - 1953

1953 - 1966

1966 - 1967

1967 - 1968

1968 - 1969

1969

1969 - 1970

1970 - 1972

1972 - 1976

1976 - 1983

1983 - 1986

1986 - 1988

1988 - 1989

1989 - 1995

August Andernach

Heinrich Luthe

Ehrenvorsitzender Oberbürgermeister Dr. Eichhoff

Herr Reuther

Paul Kemper

Reg. Rat Castner

Reg. Baumeister Schreiber

Georg Färber

Herr Vedder

Gottfried Beche

Direktor van de Sandt

RA Wilhelm Hachenberg

RA Dr. Ferdinand Marx

Ernst Nölle

Assessor W. Titkemeier

Paul Kemper und Hans Fieseler

Gustav Kerper

Heinz Wellbrink

Hans Brinkmann

Heinz Wellbrink

Hans Brinkmann

Fritz Junkes

bis zur Fusion Fritz Junkes

Hans Brinkmann

Ernst Schroeder

Albert Franke

Klaus Bohrisch

Michael Herbrand

Jürgen Knappmann

Manfred Goebel

Jürgen Stahl



Die Abteilungsvorsitzenden seit 1995

1995 - 2000

2000 - 2006

2006 - 2008

2008 - 2010

2010 - 2011

2011 - 2013

2013

Jürgen Stahl

Jürgen Schanz

Peter Gaidanoff

Gert Rathfelder

Holger Schmitt

Axel Zimmermann

Stefan Goms